NORDKREUZ-NETZWERK

Ermittlungen gegen Polizisten wegen Unterschlagung von Munition

Die Ermittlungen im „Nordkreuz”-Komplex schlagen erneut ihre Kreise. Aktuell wird gegen einen hessischen Polizisten ermittelt, der Dienstmunition unterschlagen haben soll.
Einem Polizisten aus Frankfurt/Main wird vorgeworfen, Munition seiner Dienstwaffe unterschlagen zu haben.
Einem Polizisten aus Frankfurt/Main wird vorgeworfen, Munition seiner Dienstwaffe unterschlagen zu haben. Swen Pförtner
Frankfurt ·

Im Rahmen von Ermittlungen gegen den ehemaligen Elite-Polizisten Marko G. in Mecklenburg-Vorpommern wird nun auch gegen einen hessischen Polizisten wegen der möglichen Unterschlagung von Dienstmunition ermittelt. Ermittler untersuchten seine Wohnung und sein Dienstzimmer. Die Auswertung der Untersuchung vom Dienstag laufe noch, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Chats mit „Nordkreuz”-Kopf Marko G.

Bislang gebe es „vage Hinweise” auf eine Unterschlagung. Es sei zudem noch unklar, um wie viel Munition es sich handeln und woher diese stammen könne. Wo und in welcher Funktion der Polizist tätig sei, werde nicht mitgeteilt. Zuerst hatte die „Frankfurter Rundschau” über den Fall berichtet.

Mehr lesen: Mitarbeiter von Waffenbehörde mit Verbindungen zu „Nordkreuz”-Preppern?

Auf den Verdacht der Unterschlagung war zunächst die Staatsanwaltschaft in Schwerin gekommen, und zwar im Rahmen von Ermittlungen gegen Marko G., mutmaßlicher Kopf des rechten Prepper-Netzwerks „Nordkreuz”. Der ehemalige Elite-Polizist aus Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist.

Hier finden Sie alle Beiträge über das „Nordkreuz”-Netzwerk

Bereits vor drei Monaten verschwanden Waffen

Dabei wurde auch ein Chatverlauf aus dem Jahr 2018 ausgewertet, aus diesem soll sich laut der Wiesbadener Staatsanwaltschaft der Anfangsverdacht gegen den hessischen Polizisten ergeben haben.

Erst vor drei Monaten war das Frankfurter Polizeipräsidium in die Schlagzeilen geraten, weil aus ihrer Asservatenkammer Waffen und Munition verschwunden waren.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Frankfurt

zur Homepage