Wegen Gender

Erste Barbie ohne Brüste auf dem Markt

Die geschlechtsneutrale Barbie ist online erhältlich und kostet rund 40 Euro.
Barbie-Hersteller Mattel hat geschlechtsneutrale Puppen auf den Markt gebracht. Ziel: Kinder sollen sich von traditionellen Geschlechterrollen entfernen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens verkauft Spielzeughersteller Mattel ein Barbie-Modell, das weder Frau noch Mann darstellt. Ziel sei es, Kinder von Stereotypen zu lösen, so das Unternehmen.

Das Tolle an den geschlechtsneutralen Barbies sei, dass die Kinder „die Welt ohne Regeln oder entlang bestimmter Rollenvorgaben unvoreingenommen für sich entdecken können.”

Kinder wollen angeblich lieber neutrale Puppen

Einige Eltern und Gender-Vertreter argumentieren schon länger, dass die geschlechtertypische Vermarktung von Spielzeug und Lebensmitteln die Rollenklischees verstärkt und damit die Entfaltungsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen einschränkt.

Der US-Konzern (Jahresumsatz 2018: 4,5 Milliarden US-Dollar/4,2 Milliarden Euro) meint zudem, dass auch Kinder selbst nach Gender-Spielsachen verlangen. „Wir haben gehört, dass Kinder nicht möchten, dass ihre Puppen von Geschlechtsnormen bestimmt werden”, so Kim Culmone, Design-Chef bei Mattel in einem Interview.

Mode und Perücken für die geschlechtsneutrale Barbie

Die „Creatable World”-Puppe (also „frei gestaltbare” Puppe) ist ungeschminkt und hat weder weibliche Rundungen wie die klassische Barbie noch breite Schultern wie ihr männliches Pendent Ken. Dem geschlechtsneutralen Körper können dann Hosen oder Kleider angezogen und lange oder kurze Perücken aufgesetzt werden.

Nordkurier

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