WELTKLIMABERICHT

Extrem-Wetter bringt Dürre, Sturm, Regen

Wetterkapriolen prägten auch das Jahr 2013. Mit den Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur beschäftigt sich der zweite Teil des Weltklimaberichts. 2013 war auf mehreren Gebieten ein Rekordjahr.
dpa
Sommer 2013: Das Thermometer zeigt vor dem Brandenburger Tor 36 Grad Celsius.
Sommer 2013: Das Thermometer zeigt vor dem Brandenburger Tor 36 Grad Celsius. Wolfgang Kumm
Genf.

Das Jahr 2013 war einem aktuellen Bericht zufolge das sechstwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeige, dass sich die globale Erderwärmung fortsetze, berichtete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf. Die Auswirkungen des Klimawandels seien überall auf der Welt spürbar gewesen, sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud.

Mit den Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur und möglichen Maßnahmen zur Anpassung beschäftigt sich der Weltklimarat IPCC im zweiten Teil seines neuen Klimaberichts. Wissenschaftler und Regierungsvertreter kommen von Dienstag an im japanischen Yokohama zusammen, um über die Kurzfassung des Tausende Seiten umfassenden Reports zu debattieren. Am 31. März soll das Ergebnis präsentiert werden.

Viertwärmster Winter in Deutschland

Der WMO-Bericht enthält viele Beispiele für Wetterextreme im vergangenen Jahr: die schlimmste Dürre der vergangenen 50 Jahre im Nordosten Brasiliens etwa, den breitesten bisher beobachteten Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma und die zu Überschwemmungen führenden Regenfälle in Mitteleuropa. Die Überflutungen an Donau und Elbe seien die schlimmsten seit mindestens 1950 gewesen, so die WMO. In Passau sei der höchste Pegelstand seit 1501 gemessen worden. Deutschland habe 2013 zudem den viertwärmsten Winter seit Aufzeichnungsbeginn erlebt – mit Temperaturen, die gut drei Grad über dem langjährigen Mittel lagen.

2013 vielerorts Hitzerekorde gebrochen

13 der 14 wärmsten Jahre weltweit seit Aufzeichnungsbeginn 1850 entfallen der WMO zufolge auf das 21. Jahrhundert. Jedes der vergangenen drei Jahrzehnte sei wärmer als das vorher gewesen. 2013 teilt sich den sechsten Rang in der Liste der heißesten Jahre mit dem Jahr 2007. Vielerorts wurden Hitzerekorde gebrochen. So wurden in Vioolsdrif in Südafrika am 4. März 47,4 Grad gemessen – der WMO zufolge der höchste bisher gemessene März-Wert für ganz Afrika.

Auch auf die Entwicklung in den Ozeanen geht der Bericht ein. Sie seien ein immenser Puffer für das Kohlendioxid und die beim menschengemachten Treibhauseffekt gebildete Wärme.

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