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Facebook schmeißt die „Identitäre Bewegung“ raus

Die „Identitären Bewegung“ wendet sich gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“.
Die „Identitären Bewegung“ wendet sich gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“.
Paul Zinken

Facebook und Instagram haben offizielle sowie private Konten der „Identitären Bewegung“ von ihren Plattformen entfernt. Die Social-Media-Dienste wollen so gegen die Verbreitung von Hass vorgehen.

Der Facebook-Konzern hat Seiten der „Identitären Bewegung“ auf Facebook und auf dem zum Unternehmen gehörenden Foto-Dienst Instagram gesperrt. „Organisationen oder Personen, die organisierten Hass verbreiten, sind weder auf Facebook noch auf Instagram erlaubt“, sagte eine Sprecherin.

Laut einer Pressemitteilung der „Identitäre Bewegung“ seien dutzende öffentliche und private Profile aus ganz Europa betroffen - darunter die Hauptkanäle der deutschen und österreichischen Identitären sowie bekannte persönliche Profile. Man wolle "gegen diese willkürlichen Löschungen rechtliche Mittel prüfen", heißt es in der Mitteilung weiter.

War es eine gute Idee von Facebook und Instagram, Konten der „Identitären Bewegung“ von ihren Plattformen zu entfernen? Unsere Kommentatoren sind da unterschiedlicher Meinung.

Die „Identitäre Bewegung“ ist eine Gruppierung mit französischen Wurzeln, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Sie wendet sich gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“. Die Bewegung wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.