FEUERWEHRMANN STIRBT

Festnahmen nach tödlicher Attacke in Augsburg

Im Fall der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann in Augsburg hat es mehrere Festnahmen gegeben. Auch der Haupttäter sei ermittelt und festgenommen worden.
dpa
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Stefan Puchner
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Am Königsplatz in Augsburg liegt eine Engelsfigur auf einem Stück Stoff, auf dem steht "Ein Toter wegen Dummheit! In der Stadt des Friedens!" Stefan Puchner
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Stefan Puchner
Trauer in Augsburg.
Trauer in Augsburg. Stefan Puchner
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Stefan Puchner
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Stefan Puchner
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb.
Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Stefan Puchner
Augsburg ·

Der Fall des bundesweit Aufsehen erregenden Tötungsdelikts von Augsburg steht vor der Aufklärung. Der Haupttäter sei ermittelt und festgenommen worden, teilte das bayerische Innenministerium am Sonntag mit. Außerdem sei ein Mittäter festgenommen worden, hieß es ergänzend.

Die jungen Männer stehen in dringendem Verdacht, am Freitagabend an der tödlichen Attacke auf einen 49-Jährigen beteiligt gewesen zu sein. Nach der Tat war die insgesamt siebenköpfige Gruppe geflüchtet.

Mehr lesen: 49-Jähriger stirbt nach Streit mit Gruppe in Augsburg

Ermittlungen laufen weiter

Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um einen in Augsburg geborenen 17-Jährigen mit deutscher und weiteren Staatsangehörigkeiten - laut Bild hat er auch die Türkische und die Libanesische Staatsangehörigkeit. Der zweite Festgenommene ist ebenfalls in Augsburg geboren, 17 Jahre alt und hat eine südeuropäische Staatsbürgerschaft - laut Bild ist er Italiener. Die Ermittlungen zu den weiteren Gruppenmitgliedern laufen weiter, wie es hieß. Am Abend soll es laut Medienberichten drei weitere Festnahmen gegeben haben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte den Ermittlungserfolg der Augsburger Kripo: «Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei.»

Mehr lesen: Attacke in Augsburg: Polizei wertet Video-Material aus.

Feuerwehrmann getötet

Das 49-jährige Opfer, ein Berufsfeuerwehrmann aus Augsburg, war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar am Freitagabend in der Augsburger Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen. Aus noch ungeklärten Gründen kam es zum Streit.

Zum Tathergang ist bisher nur bekannt, dass einer der jungen Männer aus der Gruppe dem Opfer gegen den Kopf schlug. Der 49-Jährige stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben - jedoch ohne Erfolg: Der Mann starb noch im Rettungswagen.

Die Polizei hatte bei ihren Ermittlungs- und Fahndungsarbeiten darauf verzichtet, mit einer Täterbeschreibung an die Öffentlichkeit zu gehen - «aus ermittlungstaktischen Gründen», wie es hieß. Die Ermittler verzichteten ebenfalls darauf, mit sichergestelltem Bild- und Video-Material an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nach der tödlichen Attacke herrschte in der Stadt Trauer und Entsetzen. Etwa 100 bis 150 Feuerwehrleute gedachten am Sonntag ihres getöteten Kollegen. Die Mitglieder der Berufsfeuerwehr fanden sich am Tatort, dem zentralen Königsplatz, zu einem stillen Gedenken ein. Kerzen wurden entzündet und Blumen niedergelegt. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich bestürzt über die Tat. Die Stadt sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

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