FRIEDHOF

Friedhof will gemeinsame Gräber von Hund und Herrchen

Ein Friedhof in Hamburg will neue Wege bei der Bestattung von Tierhaltern und deren Lieblingen gehen. Nicht nur Hunde sollen als „Grabbeigabe” gemeinsam mit den Besitzern bestattet werden können.
dpa
Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg sollen Tierhalter zusammen mit ihren Haustieren begraben werden können (Archivbild).
Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg sollen Tierhalter zusammen mit ihren Haustieren begraben werden können (Archivbild). Axel Heimken
Hamburg.

Auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf sollen künftig Menschen und Haustiere in einem gemeinsamen Grab liegen dürfen. Dieser Wunsch sei bei dem Bürger-Beteiligungsprojekt Ohlsdorf 2050 für die Gestaltung des Parkfriedhofs geäußert worden, sagte der Sprecher der Hamburger Friedhöfe, Lutz Rehkopf, am Montag.

„Wir haben es vor allem mit älteren Herrschaften zu tun. Wenn deren einzige Partner im Alter die Tiere sind, dann möchten sie auch den letzten Weg gemeinsam gehen.” Der Friedhof Ohlsdorf ist nach Angaben der Friedhofsverwaltung der größte Parkfriedhof der Welt. Mit seinen 389 Hektar ist er zugleich Hamburgs größte Grünanlage.

Bisher nur Tierfriedhöfe

Ein 120 Quadratmeter großes Gräberfeld sei schon gefunden. Nur das Hamburger Bestattungsgesetz müsse noch geändert werden. Bislang seien die Hamburger Friedhöfe ausschließlich Menschen gewidmet. Frauchen oder Herrchen können ihren liebsten Freund aber bereits im Umland der Stadt bestatten lassen, wenn auch nur auf speziellen Tierfriedhöfen. Die Umweltbehörde unterstützt die Initiative aus Ohlsdorf.

Voraussetzung der gemeinsamen Bestattung ist, dass Mensch und Tier in Urnen beigesetzt werden. „Wir sehen Tiere als Grabbeigabe, nicht als Tierkadaver”, sagte Rehkopf. Die Berechnung der erforderlichen Flächen sei schwierig, weil es durchaus möglich sei, dass etwa ein Hundebesitzer vor seinem eigenen Tod mehrere Tiere hintereinander halte, die jeweils an der Grabstelle beigesetzt werden müssten.

Der Friedhof will sich auf die Asche von Hunden, Katzen, Kaninchen und Kanarienvögeln einstellen. Pferde kämen vorerst nicht in Betracht, obwohl auch die Kadaver dieser Tiere verbrannt werden könnten.

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