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▶ Greta Thunberg segelt mit Youtube-Paar nach Europa

Mit einem Youtube-Paar über den Atlantik: Greta Thunberg hat eine Mitfahrgelegenheit gefunden, damit sie es doch noch rechtzeitig zur UN-Klimakonferenz nach Europa schaffen kann.
dpa
Das australische Youtuber-Paar Riley Whitelum und Elayna Carausu sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson wollen Greta Thunberg zurück über den Ozean bringen.
Das australische Youtuber-Paar Riley Whitelum und Elayna Carausu sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson wollen Greta Thunberg zurück über den Ozean bringen. GretaThunberg / Instagram
Weniger als drei Wochen vor dem Beginn der nach Madrid verlegten Weltklimakonferenz hat Thunberg eine Rückreisemögli
Weniger als drei Wochen vor dem Beginn der nach Madrid verlegten Weltklimakonferenz hat Thunberg eine Rückreisemöglichkeit über den Atlantik gefunden (Archivbild) Mary Altaffer
Sie werde auf dem knapp 15 Meter langen Katamaran „La Vagabonde” vom US-Staat Virginia aus zurück nach Europa
Sie werde auf dem knapp 15 Meter langen Katamaran „La Vagabonde” vom US-Staat Virginia aus zurück nach Europa segeln, teilte sie mit (Archivbild). Ben Finley
Hampton.

Weniger als drei Wochen vor dem Beginn der nach Madrid verlegten Weltklimakonferenz hat Klimaaktivistin Greta Thunberg eine Rückreisemöglichkeit über den Atlantik gefunden. Sie werde auf dem knapp 15 Meter langen Katamaran „La Vagabonde” vom US-Staat Virginia aus zurück nach Europa segeln, teilte die 16-jährige Schwedin am späten Dienstagabend (MEZ) auf Twitter und Instagram mit.

 

Das australische Youtuber-Paar Riley Whitelum und Elayna Carausu sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson sollen sie demnach zurück über den Ozean bringen. Läuft alles nach Plan, geht der erneute Transatlantik-Törn bereits am Mittwoch los. „Wir segeln morgen früh nach Europa!”, schrieb Thunberg.

UN-Klimakonferenz nach Spanien verlegt

Grund für ihre erneute Segelreise ist die Verlegung der UN-Klimakonferenz von Chile nach Spanien. Eigentlich sollte die Konferenz in Santiago de Chile tagen – sie war einer der Hauptgründe dafür gewesen, weshalb Thunberg im August überhaupt per Hochsee-Segeljacht über den Atlantik in die USA gereist war. Chile sagte die Konferenz aber wegen der heftigen sozialen Proteste im Land ab, Spanien sprang daraufhin als Gastgeber ein. Das Spitzentreffen soll nun vom 2. Dezember an in Madrid abgehalten werden.

Thunberg hatte in den vergangenen beiden Wochen ihre Möglichkeiten ausgelotet, um noch rechtzeitig nach Madrid zu gelangen. Den Flieger schloss sie aufgrund der hohen CO2-Emissionen von Flugreisen generell aus. Damit blieb im Grunde nur die möglichst zeitnahe Überfahrt per Schiff von der US-Ostküste aus.

Nun freut sich Thunberg nach eigenen Angaben darauf, wieder zurück auf den Ozean zu kommen. „Das ist eine tolle Gelegenheit und ich bin extrem dankbar für das Privileg, solche Dinge zu erleben”, erklärte sie. Die Weltklimakonferenz sei sehr wichtig und sie werde ihr Bestes tun, um rechtzeitig in Madrid einzutreffen. Ob sie es pünktlich schaffe oder nicht, spiele aber keine große Rolle: „Es sind unzählige andere Aktivisten da, die dort sprechen werden und dieselbe Botschaft wie ich überbringen. Und es ist nicht so, dass meine Stimme unersetzbar ist.”

Baby an Bord

Das australische Paar hatte sich auf einen Tweet der jungen Schwedin gemeldet, in dem sie nach einer Mitfahrgelegenheit nach Europa gefragt hatte. An Bord werden sich auf der Reise auch der kleine Sohn von Whitelum und Carausu, Lenny, sowie Thunbergs Vater Svante befinden.

Svante Thunberg war bereits im August dabei gewesen, als seine Tochter vom norddeutschen Segelprofi Boris Herrmann und dessen Co-Skipper Pierre Casiraghi von England aus über den Großen Teich nach New York gebracht worden war. Wegen eines Transatlantik-Rennens mit der Jacht „Malizia” fiel Herrmann diesmal als möglicher Segler an Thunbergs Seite aus, er hatte ihr aber beim Finden nach Alternativen Ratschläge und Unterstützung angeboten.

Riley Whitelum und Elayna Carausu

Riley Whitelum und Elayna Carausu segeln nach eigenen Angaben auf der „Vagabonde” um die Welt und dokumentieren die Reise auf ihrem Youtube-Kanal. Mit ihren Videos wollen sie auf die Wichtigkeit des Ozeans aufmerksam machen und andere dazu inspirieren, alternative Lebensmöglichkeiten auszuprobieren. Ihr Katamaran ist mit Solarpaneelen und Wasserkraftgeneratoren ausgestattet, was die Reise so emissionsfrei wie möglich machen soll.

Thunbergs Hinfahrt über den Atlantik hatte zwei Wochen gedauert, nun hat sie gute zweieinhalb Wochen, um die Rücktour zu schaffen. Warum sie erneut das Segelboot bevorzuge, erklärte sie so: „Indem ich segele, will ich noch einmal die Tatsache unterstreichen, dass es in den heutigen Gesellschaften praktisch unmöglich ist, nachhaltig zu leben.”

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Kommentare (1)

Super, wenn ein youtube-Paar mit dabei ist, kann sie mir ja diesmal beweisen, dass sie wirklich über den Atlantik gesegelt ist. Von ihrer letzten Reise habe ich ja kein Beweis wie eine Videoaufnahme oder ähnliches gesehen. Zu alle verabredeten Interviewterminen auf der Hinfahrt, war das Klimagretel rein zufällig immer Schlafen und konnte nicht vor die Kamera.
Ob das Boot auch wieder Umwege an Inseln mit Flughäfen vorbei fahren wird?
Mal abgesehen davon wurde beim letzten PR-Trip, viel mehr CO2 in die Luft gepustet, als wäre das Gretel einfach in ein Linienflugzeug gestiegen.