UMFRAGE

Jüngere Menschen freuen sich mehr über Wölfe als Ältere

Während ältere Menschen sich tendenziell eher Sorgen über die Ausbreitung der Wölfe machen, finden es viele Jüngere spannend, dass diese Tierart sich in Deutschland immer mehr heimisch fühlt.
dpa
Ziel der Erhebung war es, herauszufinden, wie groß die Toleranzschwelle der Bevölkerung gegenüber Wildtieren i
Ziel der Erhebung war es, herauszufinden, wie groß die Toleranzschwelle der Bevölkerung gegenüber Wildtieren ist. Sebastian Gollnow
Hamburg.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Dieses Spiel kennen Ältere noch aus ihrer Kinderzeit. Jüngere Menschen hingegen scheinen dem Wolf gegenüber positiver gestimmt zu sein, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung hervorgeht.

Während ältere Menschen sich tendenziell eher Sorgen über die Ausbreitung der Wölfe machen (41 Prozent bei 60 Jahre und älter), finden die meisten Jüngeren es spannend, dass diese Tierart sich in Deutschland immer mehr heimisch fühlt (53 Prozent zwischen 30 und 44 Jahre).

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Einstellung zum Wolf eine Generationenfrage?

„Junge Menschen mögen den Wolf, ältere Menschen nicht so. Die Einstellung zum Wolf scheint eine Generationenfrage zu sein”, sagt Michael Miersch, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Mit Blick auf andere Wildtiere resümiert Miersch: „Eine große Mehrheit der Bürger freut sich über die Rückkehr einst ausgerotteter Tierarten.”

An der repräsentativen Umfrage nahmen mehr als 1000 Deutsche über 16 Jahren teil. Ziel der Erhebung war es, herauszufinden, wie groß die Toleranzschwelle der Bevölkerung gegenüber Wildtieren ist.

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Kommentare (2)

Ich freue mich auch über den Spätsommer/Frühherbst. Wurde wirklich in dieser Umfrage das überaus bedeutsame, wissenschaftliche Freudeniveau Unbeteiligter wegen Wolfsbestand abgefragt?

Hier der Link zu besagter Studie:

https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/willkommen-wildtier-aber-nur-wenn-du-nicht-stoerst

Natürlich nicht die ganze Studie. Sondern nur die Auszüge, die dem Auftraggeber genehm sind.

Wenn man sie sich anschaut, kann man leicht herauslesen, dass nur noch 21% der Befragten für die unregulierte Ausbreitung des Wolfes in Deutschland sind. 54% dagegen sind für eine Regulierung und immerhin 24% meinen, dass der jetzige Bestand nicht weiter ansteigen darf, oder gar verringert werden muß.

Klar dass der Auftraggeber der Studie von diesem Ergebnis ablenken will und den Gegnern der ungehemmten Wolfsvermehrung pauschal ein Rotkäppchensyndrom unterstellt, ohne nach den Gründen für die Ablehnung zu fragen. Diese Antworten könnten zu unbequem werden.

Und WARUM sich nun angeblich jüngere Menschen eher über "noch mehr Wölfe" freuen wie ältere, hat die Wildtierstiftung weder gefragt, noch beantwortet.

Alles in allem wieder mal eine der unzähligen Studien, deren Fragen und Antworten keinerlei praktischen Aussagewert besitzen und nur von wirklichen Problemen ablenken sollen. Damit nichts an der ungebremsten Vermehrung der Wölfe (und anderer wildtiere), die weder bedroht noch selten sind, aber sehr viel Schaden anrichten, geändert werden muss.