SPD-GESUNDHEITSEXPERTE

Karl Lauterbach hilft in Impfzentrum aus

Jetzt also doch: Nachdem der erste Versuch noch aus Angst vor Angriffen und Protesten abgesagt wurde, ist SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach jetzt doch als Impfarzt tätig geworden.
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, half in einem Impfzentrum in Leverkusen aus.
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, half in einem Impfzentrum in Leverkusen aus. Michael Kappeler
Am Abend meldete sich Lauterbach dann selbst zu Wort.
Am Abend meldete sich Lauterbach dann selbst zu Wort. Twitter-Screenshot
Berlin ·

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat nun doch als Arzt in einem Impfzentrum in der Nähe seines Wohnortes Köln ausgeholfen. Wie der Politiker am späten Dienstagabend mitteilte, habe er „heute den ganzen Tag im Impfzentrum Leverkusen gearbeitet”.

Das Team vor Ort mache „seit Monaten eine ganz hervorragende Arbeit”. Lauterbach kritisierte, dass in der derzeitigen politischen Debatte „Hausärzte gegen Impfzentren ausgespielt” würden. „Das ist unangebracht”, so der Gesundheitspolitiker. „Beide werden dringend gebraucht”.

"Schon im Vorfeld so viele angekündigte Proteste" vor Aushilfe-Einsatz im Februar

Im Februar hatte Lauterbach seinen geplanten Dienst in dem Leverkusener Impfzentrum noch abgesagt. „Leider hat es schon im Vorfeld so viele angekündigte Proteste gegen das Leverkusener Impfzentrum gegeben, dass ich den Start erst einmal absagen muss. Polizei und Sicherheitsbehörden sahen Gefährdung”, twitterte der Gesundheitspolitiker damals. Lauterbach hatte vorher angekündigt, sich „wie alle Mitglieder des Impfzentrums” auch selbst mit Astrazeneca impfen zu lassen.

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„Da ich weder die grossartigen KollegInnen noch den Betrieb des Zentrums gefährden will, nehme ich mich zurück. Es ist allerdings schade, wie stark der Einfluss radikaler Minderheiten auf unser Handeln jetzt wächst”, schrieb er. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: „Ich hätte wahrscheinlich Personenschützer mitbringen müssen.”

Die Stadt Leverkusen teilte im Februar mit, die Polizei habe in einer Sitzung des Krisenstabes darauf aufmerksam gemacht, dass wegen der Anwesenheit von Lauterbach Demonstrationen etwa von Querdenkern nicht ausgeschlossen werden könnten. „Herr Lauterbach wurde entsprechend gebeten, auf den Termin zu verzichten”, so die Stadt.

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