LUFTGEWEHR-ATTACKE VERMUTET

Kauz greift Jogger und Polizistin an

Ein blutender Jogger hat die Polizei auf den Plan gerufen. Wurde mit einem Luftgewehr auf den Mann geschossen? Die Polizei suchte nach Projektilen und wurde dann selbst attackiert.
dpa
Ein Waldkauz wollte seinen Nachwuchs schützen und ging daher auf einen Jogger sowie eine Polizistin los (Symbolbild).
Ein Waldkauz wollte seinen Nachwuchs schützen und ging daher auf einen Jogger sowie eine Polizistin los (Symbolbild). Peter Kühn/Nabu
Bad Nenndorf.

Ein Jogger ist westlich von Hannover Opfer eines aufgeregten Mutterkauzes geworden. Das Tier hackte im niedersächsischen Bad Nenndorf seine Krallen in den Kopf des Mannes, um sein Junges zu beschützen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Der 46-Jährige habe erst gar nicht gewusst, was geschehen sei und eine menschliche Attacke befürchtet. „Das war ein bisschen kurios”, sagte der Sprecher. Der Mann sei gestürzt, seine Brille sei vom Kopf gefallen und er habe geblutet. Der Angegriffene flüchtete nach dem Vorfall am Samstag und alarmierte die Polizei. Rettungsleute vermuteten zunächst, jemand habe mit einem Luftgewehr auf den Jogger geschossen.

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Kauz geht auch auf Polizistin los

Die Polizei habe daher nach Projektilen gesucht, sagte der Sprecher. Stattdessen fanden sie einen kleinen Kauz auf einem Zaun und einen großen Kauz im Baum darüber. Als der Mutterkauz plötzlich eine 23 Jahre alte Polizistin attackierte und sie leicht verletzte, wussten die Ermittler, wer für den Angriff verantwortlich war.

„Es handelte sich um einen weiblichen Waldkauz, der seinen in der Nähe befindlichen Nachwuchs schützen wollte”, teilte die Polizei mit. Der Jogger sei nicht schwer verletzt gewesen. „Er fand es dann auch ganz amüsant”, sagte der Sprecher. „Der Waldkauz befindet sich wieder auf der Flucht”, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

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