RASSISMUS-DEBATTE

Kosmetikhersteller L'Oréal verzichtet auf „Aufheller“

Vor dem Hintergrund der weltweiten Rassismusdebatte verzichtet der Kosmetikgigant L'Oréal künftig auf Begriffe wie „Aufheller“ oder „Bleichen“.
dpa
L'Oréal will auf Cremes und anderen Produkten die Worte „Aufhellen” und „Bleichen” nicht m
L'Oréal will auf Cremes und anderen Produkten die Worte „Aufhellen” und „Bleichen” nicht mehr verwenden. 3dmavr - Fotolia.com
Paris.

Beschreibungen wie „aufhellend” („whitening”) oder für „helle Haut” („fair skin”) sollten von Hautpflegeprodukten entfernt werden, bestätigte das Unternehmen auf Anfrage am Sonntag in Paris. In einer knappen Mitteilung wurde kein Grund für die Entscheidung genannt. Offen blieb auch, von welchem Zeitpunkt an die neue Regelung gilt und ob möglicherweise Produkte zurückgezogen werden sollen.

Vielfältigeres Schönheitsideal

Zuvor hatte der Konsumgüterkonzern Unilever mitgeteilt, dass er seiner Gesichtscreme „Fair & Lovely“ („hell und hübsch”) angesichts der Rassismusdebatte einen anderen Namen geben möchte. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, hatte das Unternehmen am Donnerstag angekündigt.

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In Asien und Afrika beliebt

In vielen asiatischen und afrikanischen Ländern sind Produkte, die eine hellere Haut versprechen („Whitening”-Effekt), sehr beliebt, vor allem unter jungen Frauen. Laut Weltgesundheitsorganisation nutzen beispielsweise in Südafrika und Senegal rund ein Drittel der Frauen Produkte zum Aufhellen der Haut. Da viele Bleichcremes giftige Substanzen wie Steroide, Blei oder Quecksilber enthalten, sind sie in vielen Ländern aber auch verboten.

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