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Künftig drohen Haftstrafen für illegale Autorennen

Wer an illegalen Autorennen teilnimmt oder rücksichtslos über die Straßen rast, muss künftig damit rechnen, ins Gefängnis zu wandern und sein Auto zu verlieren.

Illegale Autorennen werden dank eines neuen Gesetztes künftig härter bestraft (Symbolbild).
Henning Kaiser Illegale Autorennen werden dank eines neuen Gesetztes künftig härter bestraft (Symbolbild).

Deutlich härtere Strafen sollen Raser künftig stärker von illegalen Autorennen und anderen lebensgefährlichen Tempofahrten auf deutschen Straßen abhalten. Der Bundesrat ließ am Freitag ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das rücksichtlosen Fahrern Gefängnis androht.

Wer solche Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden – und mit bis zu zehn Jahren, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird. Dafür wird ein neuer Straftatbestand eingeführt.

Autos können eingezogen werden

Erfasst werden auch Fahrer, die unabhängig von illegalen Rennen „grob verkehrswidrig und rücksichtslos” rasen. Bisher wird die Teilnahme an illegalen Rennen mit 400 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet.

Bestraft wird gemäß dem neuen Gesetz schon der Versuch, Rennen zu organisieren. Künftig können auch Fahrzeuge wegen solcher Taten amtlich eingezogen werden. Den Anstoß für die Neuregelung hatte die Länderkammer selbst gegeben.