TROTZ CORONA-HAMSTERKÄUFEN

Kurzarbeit bei großem Klopapier-Hersteller Ille

Klopapier-Hamsterkäufe waren seit Beginn der Corona-Krise ein Thema. Goldene Zeiten für Papier-Lieferanten? Fehlanzeige. Ein Klopapier-Riese blieb darauf sitzen.
dpa
Neben Lebensmitteln hamsterten viele Verbraucher in der Corona-Krise vor allem Klopapier.
Neben Lebensmitteln hamsterten viele Verbraucher in der Corona-Krise vor allem Klopapier. Rene Traut
Berlin.

Der Toilettenpapierhersteller Ille hat in der Coronakrise Kurzarbeit anmelden müssen. „Viele unserer Kunden waren von den behördlichen Schließungen betroffen. Dementsprechend ist auch der Absatz an Toilettenpapier im März und April eingebrochen”, sagte Geschäftsführerin Marion Gottschalk. Ille beliefert Hotels, Gastronomie, Industrie und Handel sowie die öffentliche Verwaltung, Schulen, Kinos und Fitnesscenter mit speziellen Klopapierrollen, die häufig größer als die haushaltsüblichen Rollen sind. Bei circa 85 Millionen Euro Jahresumsatz und 574 Mitarbeitern steht das Unternehmen derzeit, nachdem es eigenen Angaben nach jährlich um rund zehn Prozent gewachsen ist.

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Das Unternehmen habe im April Umsatzverluste bei Toilettenpapier von bis zu 30 Prozent verzeichnet, sagte eine Sprecherin. „Daher haben wir unsere Bestellungen zurückgefahren, dennoch sind die Lagerbestände durch den geringen Absatz derzeit erhöht.” Seit Mai sei die Kurzarbeit abteilungsweise reduziert und teilweise wieder aufgehoben worden.

Kleine Rollen decken großes Geschäft nicht ab

Der Verkauf von kleineren Rollen über Supermärkte und Onlineshops habe die Verluste bei Ille nicht decken können. Der Ausverkauf in den Supermärkten ist aus Sicht von Geschäftsführerin Gottschalk nur zu einem geringen Teil auf Hamsterkäufe zurückzuführen. „Tatsächlich waren die Menschen mehr zu Hause und haben dort Toilettenpapier benötigt.”

Auch die Marke Tork, mit der das Unternehmen Essity Großabnehmer wie Bürogebäude, Restaurants und Einrichtungen des Gesundheitswesens unter anderem mit Klopapier versorgt, hat einen Nachfragerückgang verzeichnet. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Toilettenpapier anderer Marken des Unternehmens aber gestiegen. „Das hat sich unternehmensweit weitgehend gewichtet”, sagte eine Sprecherin. Kurzarbeit sei zu keinem Zeitpunkt ein Thema gewesen.

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Kommentare (1)

"Bei circa 85 Millionen Jahresumsatz und 574 steht das Unternehmen derzeit, nachdem es eigenen Angaben nach jährlich um rund zehn Prozent gewachsen ist."

85 Millionen Klopapierrollen, Euro oder was? Und 574??? Mann, Mann, Mann, liest überhaupt jemand die von der dpa gekauften Artikel, bevor sie für die eigene homepage übernommen werden?
[Vielen Dank für die Hinweise und verzeihen Sie uns die Fehler. DIe fehlenden Angaben wurden korrigiert. Mit besten Grüßen. Die Red.]