Brandblase aufgeschnitten

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Lehrer wegen Wespenstich-Behandlung vor Gericht

Zwei Lehrer sollen den Wespenstich bei einem ihrer Schüler mit schmerzhaften Mitteln behandelt haben. Der Junge trug dabei unter anderem Verbrennungen zweites Grades davon.
Zwei Lehrer sollen den Wespenstich bei einem ihrer Schüler mit schmerzhaften Mitteln behandelt haben. Der Junge trug dabei unter anderem Verbrennungen zweites Grades davon.
Julian Stratenschulte

Der Stich einer Wespe kann schmerzhaft sein, aber lange nicht so schmerzhaft wie das, was zwei Lehrer anschließend einem ihrer Schüler angetan haben sollen.

Nachdem sie den Wespenstich ihres Schülers mit ungewöhnlichen Mitteln behandelt haben sollen, sind zwei Lehrer in Cochem wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung angeklagt worden. Der Vorfall soll sich während einer Klassenfahrt im Mai vergangenen Jahres ereignet haben, wie eine Sprecherin des Amtsgericht mitteilte.

Dem 39-Jährigen und der 40-Jährigen wird laut Amtsgericht vorgeworfen, einem damals 14 Jahre alten Jungen bei der Behandlung eines Wespenstiches an der rechten Hand nicht nur starke Schmerzen, sondern auch eine Verbrennung zweites Grades zugefügt zu haben. Dies sollen sie bei ihrem Handeln billigend in Kauf genommen habe.

Brandblase aufgeschnitten

Konkret soll der 39-Jährige eine Gabel mit einem Feuerzeug erhitzt und diese auf den Wespenstich des Schülers gedrückt haben. Die 40-Jährige soll die Brandblase, die sich daraufhin gebildet habe, anschließend aufgeschnitten und mit einer Creme behandelt haben. Der Prozess soll nach Angaben der Sprecherin am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden.