GENDER-GUERILLA

Männer sollen nicht mehr halbnackt in den Park

Die Hansestadt Hamburg fordert Männer auf Plakaten auf, im Freien auf nackten Oberkörper zu verzichten. Das kann nicht wahr sein! Oder doch?
Männer sollen in Hamburger Parks nicht mit freiem Oberkörper rumlaufen – das Plakat ging viral.
Männer sollen in Hamburger Parks nicht mit freiem Oberkörper rumlaufen – das Plakat ging viral. Twitter/dpa/NK-Combo
Hamburg.

„T-Shirt bleibt an – alle haben Fun!” Der bemüht flotte Spruch auf dem Plakat, das die Gemüter in Hamburg und den sozialen Medien zurzeit erhitzt, könnte tatsächlich in einer Amtsstube erdacht worden sein. Bei genaueren Hinsehen hat es die Botschaft der Hinweistafeln aber in sich: Aus Gründen der Geschlechter-Gerechtigkeit, heißt es da, sollen Männer in sämtlichen offiziellen Hamburger Parks ab jetzt doch bitte ihren Oberkörper bedecken.

Frauen können das schließlich auch nicht

Frauen und „Personen anderen Geschlechts (z.b. divers)" sei es schließlich auch nicht möglich, sich mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit zu bewegen, wird die Aufforderung ausführlich und selbstverständlich inklusive Gendersternchen (Parkbesucher*innen) erklärt.

Mehr lesen: Das Gendersterchen hat wohl der liebe Gott geschickt

Die Schilder wurden an mehreren prominenten Hamburger Grünanlagen aufgehängt, Bilder davon gingen viral. Tenor in den Kommentaren: Oben-ohne-Verbot für Männer? Völlig irre!

Einschlägige politische Botschaften

Der Nordkurier fragte beim Hamburger Senat nach, was es mit der fragwürdigen Kampagne auf sich hat. Antwort von Senatssprecherin Julia Offen: Sie ist nicht echt, das Plakat ein Fake. Und ein nicht ganz lapidares Problem für die Hansestadt, denn es gibt weitere Motive mit einschlägig links-politischen Botschaften, die im Namen der Hansestadt und mit täuschend echtem Layout von Unbekannten aufgehängt wurden: „Hamburg wird autofrei – ab 2021 Schluss mit PKW”, zwei weitere zu Tier- und Umweltthemen.

„Das kann gefährlich werden”

Das Problem bestünde schon seit ein paar Wochen, erklärte Senatsspecherin Offen am Dienstag auf der Landespressekonferenz, inzwischen ermittle sogar das LKA an dem Fall. Dem Nordkurier sagte Offen: „Es ist nur auf den ersten Blick lustig. Nüchtern betrachtet wurden unser Logo und unsere Corporate Identity gekapert – und das kann gefährlich werden.”

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Kommentare (2)

blos nicht übertreiben bitte.

Das hätte mich für HH nicht gewundert, wenn das amtlich wäre. Ich hätte "Titten*innen frei" daneben gehängt. Gleichberechtigung über Alles!