FATALER FEHLER

Mann isst Blätter und stirbt

Ein 48-Jähriger wollte aus Bärlauch ein Pesto machen. Er erwischte jedoch Herbstzeitlose.
dpa
Bärlauch wächst in großen Mengen auf feuchten Waldboden. Er hat giftige Doppelgänger.
Bärlauch wächst in großen Mengen auf feuchten Waldboden. Er hat giftige Doppelgänger. Julian Stratenschulte
Die Blätter der Herbstzeitlosen sehen denen des Bärlauch sehr ähnlich.
Die Blätter der Herbstzeitlosen sehen denen des Bärlauch sehr ähnlich. Picasa
Maiglöckchen gehören auch zu den giftigen Doppelgängern des Bärlauchs.
Maiglöckchen gehören auch zu den giftigen Doppelgängern des Bärlauchs. Andrea Warnecke
München ·

Ein Mann hat statt Bärlauch eine Herbstzeitlose gegessen und ist in München gestorben. Der 48-Jährige habe eine Soße aus selbst gesammeltem, vermeintlichem Bärlauch zubereitet, worauf es ihm schlecht ging, teilte die Polizei mit.

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Der Mann aus dem Landkreis Freising sei in eine Klinik gekommen und dort nun gestorben. Er habe nur ein paar Löffel von der Soße gegessen, weil sie ihm bitter vorgekommen sei, erklärte ein Polizeisprecher. „Das hat schon gereicht.“

Beide wachsen oft am selben Ort

Ein Gutachten des Giftnotrufs der Technischen Universität München bestätigte, dass der Mann eine hochgiftige Herbstzeitlose verspeist hat. „Bärlauch steht oft am gleichen Wuchsort wie die Herbstzeitlose, daher ist eine Verwechslung der Blätter leicht möglich“, sagte der Leiter der Klinischen Toxikologie, Florian Eyer.

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So drastische Fälle, die zum Tod führten, gebe es zwar selten. Jedoch nähmen Vergiftungen zu, weil viele Menschen auch wegen der Pandemie in der Natur unterwegs seien, aber nicht das nötige Wissen über giftige Pflanzen hätten. Die Polizei warnte davor, selbst gepflückte Pflanzen zu essen, und mahnte, genau zu prüfen, um was es sich handelt.

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