Drogen-Fund

Mehr als eine Tonne Drogen als Tisch-Deko getarnt

Zollbeamte am Münchener Flughafen haben über eine Tonne an Drogen gefunden, die für die USA bestimmt war. Bei dem gefundenen Rauschmittel handelt es sich um Khat. Doch was ist das eigentlich?
Es ist der größte Fund an Khat, seit Eröffnung des Münchener Airports, den die Münchener Zollbeamten
Es ist der größte Fund an Khat, seit Eröffnung des Münchener Airports, den die Münchener Zollbeamten gemacht haben. ZOLL
München

Etwa 1,2 Tonnen der Droge Khat haben Zollbeamte am Münchner Flughafen beschlagnahmt. Die Blätter und Zweigspitzen mit berauschender Wirkung sind in Deutschland verboten. Die Ware war am Donnerstag in einer Frachtsendung verpackt, angemeldet als „Tischdekoration”, wie das Hauptzollamt München am Dienstag mitteilte.

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„Das ist die größte sichergestellte Menge an Khat seit Bestehen des Münchner Airports”, erklärte Sprecher Thomas Meister. Die Sendung kam aus Dubai und war für die Vereinigten Staaten bestimmt. Gegen Sender und Empfänger wird nun ermittelt.

Khat ist eine Pflanze und kommt aus Afrika

Die Droge ist vor allem im afrikanischen Raum bekannt. Die Blätter der Pflanze enthalten Cathin, das mit dem Amphetamin eng verwandt ist. Es wirkt aber wesentlich schwächer. Das Kauen der Blätter ist in Afrika stark verbreitet. Es vertreibt die Müdigkeit und verbreitet Euphorie und steigert kurzfristig die Leistungsfähigkeit. Wie bei den Amphetaminen ist auch der Missbrauch von Khat möglich. Es kommt in der Folge zu Schlaflosigkeit, Nervosität und Herzrasen.

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In Deutschland ist die als Droge eingestufte Pflanze noch weitestgehend unbekannt. Der Markt im Ausland für die Blätter wächst jedoch, wie ein Sprecher des Bundeskriminalamts in einer Studie von 2020 mitteilte.

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