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Gründerboom

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Mehr Brauereien in Deutschland

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Dichte an Brauereien am Niedrigsten.
Stefan Sauer

Die Vielfalt an Biersorten nimmt zu. Besonders die Berliner und Brandenburger können sich über mehr Auswahl freuen. Die getrunkene Menge nahm allerdings ab.

Der Craft-Beer-Trend lässt die Zahl der Brauereien weiter steigen, so der Deutsche Brauer-Bund. Im vergangenen Jahr kamen 82 Betriebe hinzu, so viele wie in den acht Jahren zuvor insgesamt. Damit gibt es nach Angaben der Brauer nun 1492 Braustätten, so viele wie nie seit der Wiedervereinigung. Hintergrund ist der Trend in den Ballungszentren zu kleineren Spezialitätenbrauereien.

Die meisten neuen Braustätten entstanden in den vergangenen Jahren im Raum Berlin/Brandenburg, wie der Branchenverband unter Berufung auf das Statistische Bundesamt mitteilte. 2017 zählte Bayern mit 18 Betrieben die meisten Neueröffnungen, das Bundesland hat mit insgesamt 642 Brauereien aber auch mit Abstand die meisten. Baden-Württemberg als Zweitplatzierter kommt auf 204 – die wenigsten Brauereien hat Mecklenburg Vorpommern: 23.

Neuer Brauerei-Rekord schon Ende-März

Der Brauer-Bund rechnet mit zahlreichen weiteren neuen Spielern auf den regionalen Biermärkten. Bis Ende März werde die Zahl von 1500 Betrieben überschritten sein.

Dennoch hatten die deutschen Brauer im Jahr 2017 mit seinen vergleichsweise spärlichen Biergartenwetter-Tagen weniger Bier verkauft als im Vorjahr. Auch der Export ging zurück. Die Brauer setzen nun darauf, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr den Bierdurst wieder wachsen lässt und dass die Beliebtheit alkoholfreier Biere weiter zunimmt.

Die Deutschen mögen am liebsten Pils, dessen Marktanteil nach Verbandsangaben bei mehr als 50 Prozent liegt. Weizen und Export liegen jeweils bei 8 Prozent. Starke Zuwächse gibt es bei ungefilterten Keller-, Land- und Zwickelbieren sowie beim Hellen.