SCHIFFBRUCH

Mehr Menschen in Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet

Seenotretter haben doppelt so viele Menschen in akuter Seenot aus Nord- und Ostsee gerettet wie im Vorjahr. Viele Schiffbrüchige waren krank oder verletzt, anderen drohte Gefahr.
dpa
Insgesamt sind 60 Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS im Einsatz.
Insgesamt sind 60 Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS im Einsatz. Bernd Wüstneck
Hamburg.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat in den ersten zehn Monaten des Jahres in Nord- und Ostsee mehr als doppelt so viele Menschen aus akuter Seenot gerettet wie im Vorjahresvergleich. Nach 37 im Jahr 2018 seien es in diesem Jahr 73 Menschen gewesen, erklärte der ehrenamtliche DGzRS-Botschafter und Surfprofi Bernd Flessner am Mittwoch in Hamburg laut Mitteilung.

Zudem seien 259 Menschen aus drohender Gefahr befreit (2018: 307), und 292 (2018: 298) Kranke oder Verletzte von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland gebracht worden. 51 (52) Schiffe und Boote wurden vor dem Totalverlust bewahrt, sowie 864 (990) Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht.

Die meisten Seenotretter sind ehrenamtlich tätig

Insgesamt seien die 60 Seenotrettungskreuzer und -boote von Januar bis einschließlich 24. Oktober 1979 (2018: 2037) Mal im Einsatz gewesen und halfen dabei 3198 Menschen. Seit Gründung der DGzRS vor 154 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter mehr als 85.000 Gerettete.

Der Rettungsdienst der DGzRS basiert auf dem Ehrenamt. Neben rund 180 fest angestellten sind den Angaben zufolge rund 800 freiwillige Seenotretter tätig. Dazu kommen «von der Waterkant bis zum Alpenrand» rund 550 Ehrenamtler an Land.

Zurzeit unterhält die DGzRS 54 Stationen entlang der Küsten und auf den Inseln. Die westlichste ist Borkum, die östlichste Ueckermünde. Viele dieser Stationen existieren bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

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