Jugendfußballer eingesperrt
Mehrere Jungen aus Thailänder Höhle gerettet

Dieser Rettungswagen brachte einen der Jungen, der in der Höhle gefangen war, sicher zurück.
Dieser Rettungswagen brachte einen der Jungen, der in der Höhle gefangen war, sicher zurück.
Adryel Talamantes

In der thailändischen Höhle überschlagen sich die Ereignisse: Die ersten sechs Jugendlichen sind gerettet. Damit läuft die Rettungsaktion weitaus schneller als zunächst angenommen.

Sechs der thailändischen Jugend-Fußballer sind nach wochenlanger Höhlen-Gefangenschaft gerettet. Spezialtaucher holten die ersten der dreizehn Mitglieder einer Jungen-Fußballmannschaft am Sonntagabend ins Freie – das teilten die Thai Navy Seals und thailändische Behörden mit.

Die übrigen sieben Mitglieder der Jugend-Fußballmannschaft sollten am Montag aus der Höhle befreit werden, erklärte das Amt für Katastrophenschutz.

Mehrere befreite Jungen wurden sofort ins nächstgelegene Krankenhaus geflogen, wie die thailändische Zeitung „Bangkok Post” berichtete. Provinz-Gouverneur Narongsak Osotthanakorn kündigte eine Pressekonferenz an.

Sinkende Wasserstände beschleunigen Rettung

Die zügige Befreiung von sechs Jungen spricht dafür, dass die am Sonntagmorgen gestartete Rettungsaktion besser und schneller als erwartet lief. In einer offiziellen Mitteilung der thailändischen Behörden kurz vor Bekanntwerden der ersten Rettungsberichte hatte es noch geheißen, es sei nicht absehbar, wann die ersten Jungen die Höhle verlassen könnten.

Sinkende Wasserstände in der teilweise überfluteten Höhle könnten die Rettungsmission beschleunigt haben. Taucher hatten sich am Sonntagmorgen auf den Weg zu den eingeschlossenen Jugendlichen gemacht. Ursprünglich geplant war, dass jeweils zwei Taucher einen der Jungen nach draußen bringen sollten.

18 Taucher versuchen die Kinder zu retten

Das Drama um die jungen Fußballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihren Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe mehrere Kilometer tief in der Höhle einschlossen. Sie saß daraufhin an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Insgesamt sind an der Aktion 18 Taucher beteiligt, auch Experten aus Großbritannien und Australien. Darunter ist auch ein australischer Mediziner, der Erste Hilfe leisten könnte. Plan war es, die Jungen und ihren Trainer die etwa vier Kilometer von ihrem Zufluchtsort im Inneren der Höhle sicher nach draußen zu bringen. Jeder Einzelne sollte dabei von mindestens einem Taucher begleitet werden.

Die Rettungsaktion ist äußerst gefährlich: Ein Taucher kam am Freitag bereits ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um von der Gruppe zum Ausgang zu gelangen.