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Wegen Braunkohle-Abbaus

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Michael Schumachers Kartbahn soll abgerissen werden

Michael Schumacher (vorne) auf der Rennbahn des Kart-Club Kerpen in Kerpen-Manheim bei einem Rennen im Jahr 2011. Schumacher nahm an der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Clubs teil.
Michael Schumacher (vorne) auf der Rennbahn des Kart-Club Kerpen in Kerpen-Manheim bei einem Rennen im Jahr 2011. Schumacher nahm an der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Clubs teil.
Rolf Vennenbernd

Dem Erftlandring droht das Aus. Die Kartbahen, auf der schon die Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und Sebastian Vettel ihr Metier lernten, muss einem Tagebau weichen.

Bald wird ein Stück deutscher Rennsport-Geschichte zerstört. Wie der „Express” berichtet, hat der Erftlandring in Kerpen-Manheim nur noch bis zum Jahr 2020 Bestandsschutz. Danach wird die Kartbahn, auf der die deutschen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und Sebastian Vettel das Rennfahren lernten, abgerissen.

Die Kartbahn liegt im Randbereich des Kohleabbaugebietes Hambach des Energieversorgers RWE und muss weichen. Für den Club mit rund 550 Mitgliedern könnte das nicht nur bedeuten, dass die Bahn, auf der neben Schumacher und Vettel auch weitere Formel-1-Fahrer lernten, zerstört wird. Der gesamte Kart-Club ist bedroht, wie Präsident Gehard Noack dem „Express” sagte: „Unser Club steht vor dem Aus.“

Kein Ausweichstandort für Kartbahn gefunden

Das Problem: Es konnte bisher kein Ausweichstandort für die Kartbahn gefunden werden, die von allen Beteiligten – Club, Bevölkerung, Energieversorger RWE – gemeinsam getragen werden, wie Jugendwart Ralf Schumacher sagte. Dem Bericht zufolge plant der Club nun, seinen Anteil an dem Erftlandring (ein Drittel) an RWE zu verkaufen, die anderen zwei Drittel gehören Michael Schumacher. Die Familie sei über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden, hieß es von der Managerin der Familie, Sabine Kehm.

Eine finanzielle Entschädigung für den Erftlandring würde dem Verein gar nichts bringen, so Präsident Noack. Dadurch würde ja auch keine neue Kartbahn ermöglicht werden. Denn sowohl ach Anwohnerprotesten als auch dem Veto der Bezirksregierung seien Ausweichstandorte abgelehnt worden, hieß es im Bericht.