SIGMAR GABRIEL

Minister soll Magen verkleinert worden sein

Beim Trauergottesdienst für die Berliner Anschlagsopfer und im Bundeskabinett fehlte er: SPD-Chef Gabriel soll operiert worden sein. Das hat nicht nur gesundheitliche, sonder auch politische Gründe.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel soll sich einem medizinischen Eingriff unterzogen haben.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel soll sich einem medizinischen Eingriff unterzogen haben. Michael Kappeler
Berlin.

SPD-Chef Sigmar Gabriel war für einige Tage im Krankenhaus. Wie die „Bild-Zeitung“ berichtet, hat er sich dabei einer knapp zweistündigen Operation unterzogen, einer Magenverkleinerung. Hintergrund ist die bereits bekannte Diabetes-Erkrankung des Bundeswirtschaftsministers.

Durch die Verkleinerung solle die Funktion des Magens eingeschränkt werden, auch um das Körpergewicht zu reduzieren, so das Blatt weiter. Aus dem Willy-Brandt-Haus, der Berliner SPD-Parteizentrale, gibt es dafür keine Bestätigung. „Sigmar Gabriel befand sich in einer dreitägigen stationären Überprüfung und Behandlung, die bereits wieder abgeschlossen ist“, heißt es dort. Inzwischen sei er wieder zu Hause, es gehe ihm gut, bestätigte eine Ministeriumssprecherin.

Seine Leibesfülle wird in der eigenen Partei kontrovers diskutiert

Keine Angaben jedoch zur Art der „Behandlung“ und keine Bestätigung. In Deutschland lassen sich Übergewichtige zunehmend den Magen verkleinern, um ihren Appetit zu zügeln und überflüssige Kilos loszuwerden. Die Zahl der Eingriffe war zuletzt auf gut 9200 pro Jahr gestiegen. Bereits vor Jahren habe Sigmar Gabriel gesagt, „als Vorbereitung auf eine etwaige Kanzlerkandidatur müsste er eigentlich 20 Kilogramm abnehmen“, schreiben seine Biografen Christoph Hickmann und Daniel Friedrich Sturm.

Die Leibesfülle des SPD-Vorsitzenden, seine Diabetes-Erkrankung und die damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen gerade jetzt, da es auf die Entscheidung in der Frage der Kanzlerkandidatur zugeht, werden in der Partei durchaus kontrovers debattiert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, selbst Arzt, ist überzeugt, dass Gabriel dem Amt des Bundeskanzlers in jeder Hinsicht „gewachsen“ sei: „Er hat eine sehr gut eingestellte Zuckerkrankheit – und wenn man damit nicht Kanzler werden kann, wäre das eine schockierende Diskriminierung chronisch kranker Menschen.“ Es gebe Top-Manager mit schwereren Krankheiten als Gabriel.

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