Neuer Corona-Stufenplan

Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown

Es ist eine Ansage mit Wucht: Österreichs Regierung will die verbliebenen Skeptiker von der Corona-Impfung überzeugen. Das Mittel dazu ist eine gesellschaftspolitisch heikle Drohung.
dpa
Alexander Schallenberg (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich. Bei einer weiteren dramatischen Verschärfung der Co
Alexander Schallenberg (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich. Bei einer weiteren dramatischen Verschärfung der Corona-Situation droht ungeschützten Menschen in Österreich ein Lockdown. Michael Gruber
Wien

Österreichs Regierung erhöht in der Corona-Krise mit einer drastischen Drohkulisse den Druck auf ungeimpfte Menschen. Bei einer dramatischen Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen, sagte Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Sitzung mit den Ministerpräsidenten.

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„Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern”, sagte der Regierungschef. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine Signalwirkung dieser Pläne. Es gebe noch zu viele „Zögerer und Zauderer”, sagte Schallenberg mit Blick auf die Impf-Skeptiker.

Lage auf Intensivstationen stabil

Noch ist die Lage auf den Intensivstationen Österreichs trotz des jüngsten deutlichen Anstiegs bei der Zahl der Neuinfektionen weitgehend stabil. Aktuell sind rund 220 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Sollte diese Zahl auf 600 steigen, dann wäre die fünfte und letzte Stufe des Stufenplans mit den massiven Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte erreicht. „Wir sind derzeit bei Stufe eins, wir schauen damit sehr weit in die Zukunft”, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 230 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche. In Deutschland beträgt sie aktuell etwa 95. Die Quote der vollständig geimpften Menschen liegt bei 62 Prozent und damit leicht unter dem deutschen Wert.

Nachweispflicht für Arbeitnehmer

Jüngst hatte die Regierung beschlossen, dass von 1. November an viele Beschäftigte am Arbeitsplatz nachweisen müssen, ob sie geimpft, regelmäßig getestet oder von Covid-19 genesen sind. Im neuen Stufenplan ist nun vorgesehen, dass ab einer Belegung von 400 Intensivbetten nur noch PCR-Tests als Nachweise gelten.

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Die im Frühsommer noch große Dynamik bei den Impfungen hatte sich in den letzten Wochen extrem abgeschwächt. An einzelnen Tagen wurden nur noch ein paar Tausend Dosen an Corona-Impfstoffen gespritzt. Die rechte FPÖ schürt die Impfskepsis erheblich. Bei der jüngsten Landtagswahl in Oberösterreich erreichte die neu angetretene Impfkritikerpartei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) auf Anhieb sechs Prozent und zog in den Landtag ein.

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Kommentare (4)

Gute Idee, da sollte sich Deutschland anschließen!

...nach einem Widerspruch in sich: mit Drohung jemanden überzeugen zu wollen.

Warum wird hier das Kind nicht mal beim Namen genannt: Erpressung/Nötigung!

Aber es ist ja ein gesellschaftlich akzeptierter Erziehungsschachzug.
Man wage nur mal den Blick ins Familienleben: Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, darfst du die ganze Woche nicht mehr rausgehen / wenn du dein Essen nicht aufisst, bekommst du Fernsehverbot!

Wenn du diesen medizinischen Eingriff nicht machen lässt, dann kriegst du Stubenarrest.

die sonst so feigen Politiker.

hat die Welt gebraucht.
Einer weiser Mann, der die Gesunden vor den gespritzten Virenschleudern schützen möchte.

Es gab Zeiten da wurden Menschen wegen ihres Aussehen verurteilt und weggesperrt.

Jetzt sind es eben die anderen "Schädlinge".

Der GröFaZ wäre stolz auf seinen Landsmann.

Wir brauchen mehr Schallplattenberge!