GOTTESDIENST

Polizei-Einsatz für nicht geschluckte Hostie

In Polen ist es bei einem Gottesdienst zum Eklat gekommen: Ein Jugendlicher weigerte sich, eine Hostie zu schlucken. Prompt rief ein Priester die Polizei.
Natalie Meinert Natalie Meinert
Ein polnischer Priester hatte Angst, dass eine Hostie entweiht würde, als ein Jugendlicher diese nicht schlucken wollte.
Ein polnischer Priester hatte Angst, dass eine Hostie entweiht würde, als ein Jugendlicher diese nicht schlucken wollte. Harald Oppitz
Bełchatów.

Ein 13-Jähriger hat bei einem katholischen Gottesdienst im polnischen Bełchatów bei Lodz für einen innerkirchlichen Skandal gesorgt. Der Jugendliche hatte bei der Kommunion am 27. Oktober eine Hostie ausgespuckt und in seine Tasche gesteckt. Das führte zu einem Polizei-Einsatz.

Drei vergebliche Fluchtversuche aus der Kirche

Ein Priester der Pfarrei berichtete der polnischen Boulevardzeitung „Super Express”: „Wir haben versucht, diese Situation zu klären, aber es war schwierig.” Der Junge wollte nicht auf Fragen antworten, was er mit der Hostie vorhabe, und versuchte drei Male, aus der Kirche zu fliehen.

Der Priester befürchtete, dass der Junge die Hostie „auf unchristliche Art” entweihen wollte. „Der 31. Oktober ist Halloween und es kommt dann häufig vor, dass Gruppen von Menschen angeheuert werden, um Hostien zu stehlen, und es geschehen Entweihungen.” In einer solchen Zeit müsse besondere Vorsicht gelten.

Hostie nicht geschluckt wegen angeblicher Zahnschmerzen

Die vergeblichen Fluchtversuche bestätigten den düsteren Verdacht, so der Geistliche. Er beschloss, die Polizei zu rufen. Der 13-Jährige erklärte daraufhin den Beamten, dass er Zahnschmerzen habe und dass er deshalb die Hostie in die Tasche gesteckt hatte.

Am Ende schluckte der Jugendliche die Hostie. Wie er dazu gebracht wurde, verrieten weder Priester noch Polizei dem „Super Express”.

 

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