NACH PROTESTEN

Polnische Quarantäne für Berufspendler aufgehoben

Nach wochenlangen Demonstrationen an der deutsch-polnischen Grenze ist es soweit: Alle Berufspendler müssen in Polen nicht mehr in die obligatorische Quarantäne.
Wie hier bei einer Demonstration in Linken am 8. Mai forderten Bürger bei Demonstrationen das Ende der Quarantänereg
Wie hier bei einer Demonstration in Linken am 8. Mai forderten Bürger bei Demonstrationen das Ende der Quarantäneregelung für Berufspendler aus medizinischen und sozialen Berufen. Stefan Sauer
Warschau.

Endlich wieder Bahn frei für polnische Ärzte und Pflegepersonal: Durch ein am Samstag veröffentlichtes Gesetzblatt der Republik Polen wurden neue Corona-Lockerungen erlassen. Die Verordnung des Ministerrats am 16. Mai besagt unter anderem, dass für Berufspendler aus EU-Ländern die obligatorische Quarantäne von 14 Tagen in Polen nicht mehr gilt.

Neue Lockerung nach wochenlangen Protesten gegen Quarantäne-Regelung

Darunter fallen auch Ärzte, Pflege- und medizinisches Personal, die seit Wochen an der polnisch-deutschen Grenze in Linken für Quarantäne-Lockerungen demonstriert haben.

Polen hatte zwar bereits am 4. Mai den Grenzübertritt für Berufspendler erleichtert, doch für Mediziner und Pflegekräfte galten die neuen Regelungen nicht. Initiatorin der wochenlangen Demonstrationen war Katarzyna Werth, Gründerin der Petition zur "Öffnung der deutsch-polnischen Grenze für Berufspendler“.

Dahlemann freut sich für polnische Ärzte und Pfleger

Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) schrieb dazu auf seinem Facebook-Profil: „Das ist eine hervorragende Nachricht für alle polnischen Ärzte und Pfleger, die bei uns mit großer Leidenschaft ihren Beruf ausüben und damit zugleich unsere medizinische Versorgung sichern.” Er danke allen, die sich seit Wochen auf verschiedenen Ebenen für Lockerungen eingesetzt haben.

Die MV-Landesregierung stellt mit dieser Entscheidung Polens die Unterstützung für die polnischen Berufspendler ein. Wenn die Arbeitskräfte in MV blieben, um weiter in dem Bundesland zu arbeiten, bekamen sie nach Angaben der Staatskanzlei 65 Euro pro Tag. Hinzu kamen 20 Euro täglich für Familienmitglieder der Beschäftigten, die sich ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern aufhielten.

Der Artikel ist am 16.05.2020 um 19:34 Uhr um den letzten Absatz erweitert worden.

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