Bundeswehr prüft

Radioaktive Strahlung bei Moorbrand freigesetzt?

Bei einem Waffentest war Anfang September ein Feuer in einem Moor bei Meppen ausgebrochen. Dabei könnten Quecksilber und radioaktive Strahlung in Luft und Wasser geraten sein.
dpa
Das Feuer im Moor bei Meppen war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. 
Das Feuer im Moor bei Meppen war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Ilja Derstroff
0
SMS
Meppen.

Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand bei Meppen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. „Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten”, sagte ein Sprecher der Bundeswehr der „Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Auf dem Waffentestgelände könnten dem Zeitungsbericht zufolge in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper beispielsweise der Nationalen Volksarmee der DDR sowie uranhaltige Nato-Munition getestet worden sein. Die Giftstoffe könnten durch den Moorbrand freigesetzt worden sein.

Die Messestelle gehört zum Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr im bayerischen Sonthofen. Zu einer eventuellen Freisetzung von Schwermetallen wie Quecksilber gebe es derzeit Abstimmungen mit Geologen. „Dies wird derzeit ebenfalls untersucht”, sagte der Bundeswehrsprecher der Zeitung.

Das Feuer war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Messungen im Umfeld des Brandes hätten kein Überschreiten von Grenzwerten gezeigt, die auf eine akute Gesundheitsgefahr hindeuten, hieß es in der vergangenen Woche von einem Mitarbeiter des niedersächsischen Innenministeriums.