MIT HAMMER UND MESSER

Rentner tötet Frau nach 50 Jahren Ehe - "weil sie weinte"

Weil seine Ehefrau weinte, tickte ein 84-Jähriger aus und brachte sie um. Der Vorgang muss furchtbar gewesen sein. Das sagt er selbst.
dpa
Mit einem Hammer und einem Messer soll ein Rentner seine Frau getötet haben.
Mit einem Hammer und einem Messer soll ein Rentner seine Frau getötet haben. Susanne Böhm
Berlin ·

Nach mehr als 50-jähriger Ehe soll ein Berliner Rentner seine schlafende Ehefrau mit einem Hammer und einem Küchenmesser ermordet haben. Vor dem Landgericht der Hauptstadt hat der 84-Jährige seinen Angriff zugegeben.

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Als die 93-Jährige im Bett gelegen und wieder einmal leise geweint habe, habe es „klick gemacht“, sagte der Angeklagte zu Prozessbeginn am Montag. Er sei aufgestanden und habe einen Hammer geholt. „Ich wollte, dass das Weinen aufhört.“ Wie oft er zugeschlagen habe, wisse er nicht. Alles sei „wie im Nebel“ gewesen. Was er angerichtet habe, sei furchtbar.

30 Mal auf den Kopf geschlagen

Der 84-jährige Deutsche soll die Frau laut Anklage am frühen Morgen des 6. Januars dieses Jahres in der gemeinsamen Wohnung heimtückisch angegriffen haben. Mindestens 30 Mal soll er auf den Kopf und auf das Gesicht seiner im Bett liegenden Ehefrau geschlagen haben. Als sie sich nicht mehr rührte, habe er ihren Puls gefühlt. „Als er noch einen Pulsschlag verspürte, griff er zu einem Küchenmesser“, so die Anklage. Mehrfach habe er zugestochen.

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Der Angeklagte schilderte vor Gericht eine Überforderungssituation, die drei Jahre zuvor begonnen habe. Damals habe seine Frau erklärt, dass sie die Wohnung nicht mehr verlassen könne. Er habe seitdem alle Besorgungen erledigt. Kurz nach der Tat hatte der nicht vorbestrafte Mann die Polizei alarmiert. Er ist seitdem inhaftiert und befindet sich derzeit in einem Haftkrankenhaus.

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Kommentare (2)

und keine Haft-!!!

Sie verharmlosen mit dieser Aussage einen grausamen Mord, einen Femizid.
Es ist die Frau, die Hilfe gebraucht hätte, sie hat vorher gelitten und starb durch die Hand ihres Mannes, ihrer wohl vertrautesten Person. Viele Menschen sind überfordert und morden deswegen nicht, schon gar nicht ihre Liebsten, besonders nicht wenn diese krank sind und auf ihre Fürsorge angewiesen. Das ist unsozial und höchst ableistisch dazu.
Ich hoffe, der Mann spürt alle Konsequenzen seiner grausamen Tat und erhält eine hohe Strafe. Alles andere ist Täterschutz.