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Russischer Hubschrauber feuert versehentlich auf Zuschauer

Bei dem Zwischenfall gab es laut russischen Medien zwei Verletzte.
Bei dem Zwischenfall gab es laut russischen Medien zwei Verletzte.
SERGEI GRITS

Offenbar hat sich ein schwerer Zwischenfall beim russisch-weißrussischen Manöver „Sapad” ereignet. Ein Video zeigt offenbar einen irrtümlichen Beschuss von Zivilisten.

Bei dem Großmanöver „Sapad” des russischen und weißrussischen Militärs hat ein russischer Kampfhubschrauber offenbar versehentlich Zuschauer beschossen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf russische Quellen. Demnach forderte der Vorfall zwei Verletzte. Das russische Verteidigungsministerium bestreitet das laut einem Bericht auf „Spiegel Online”.

Ein Video soll den irrtümlichen Beschuss zeigen, es kursiert im russischsprachigen Internet. Wie das Verteidigungsministerium die Sequenz beurteilt, scheint unklar: Laut der Meldung auf „Spiegel Online” hat es sie als echt bezeichnet, laut „Bild.de” als „Unsinn und Provokation”.

Auch Ort und Zeitpunkt des Vorfalls sind offenbar noch nicht gesichert: Nach dem „Spiegel Online”-Bericht hat er sich am Sonntag oder Montag ereignet, auf dem Schießplatz Luzhsky, rund 100 Kilometer östlich von Estland. Laut „Bild.de” kam es bereits am Samstag zu dem folgenschweren Versehen.

Das Großmanöver „Sapad” ist nicht unumstritten. Russische und weißrussische Soldaten üben noch bis Mittwoch die Abwehr eines angenommenen Angriffs der Nato. Die Nato-Mitglieder im Baltikum sind deshalb besorgt, die Nato-Zentrale in Brüssel hält Russland mangelnde Transparenz vor: Es würden mehr als die angekündigten 12.700 Soldaten eingesetzt. Litauen warf Russland obendrein die Verletzung seines Luftraums während des Manövers vor.