Russischer Geheimdienst

Russischer Uni-Mitarbeiter wegen Spionage-Vorwürfen in U-Haft

Wegen des Vorwurfs der Spionage für Moskau hat die Bundesanwaltschaft einen russischen Wissenschaftler einer deutschen Universität festnehmen lassen.
Die russische Flagge weht auf dem Gebäude der russischen Botschaft in Berlin.
Die russische Flagge weht auf dem Gebäude der russischen Botschaft in Berlin. Britta Pedersen
Karlsruhe

Der Generalbundesanwalt hat einen russischen Universitätsmitarbeiter festnehmen lassen, der Informationen aus dem Umfeld der Hochschule an einen russischen Geheimdienst weitergegeben haben soll. Der Mann sei am Freitag gefasst worden und befinde sich inzwischen in Untersuchungshaft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Montag mit. Seine Wohnung und Dienststätte seien durchsucht worden. Um welche Hochschule es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt, die Rede war von einer „Universität im Bundesgebiet”. Nach dpa-Informationen handelt es sich um die Universität Augsburg.

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Der 29-jährige Ilnur N. war dort den Ermittlern zufolge wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem naturwissenschaftlich-technischen Lehrstuhl. Dort war er laut Eigenangabe in einem sozialen Netzwerk bereits seit über drei Jahren tätig. Seit Oktober 2020 habe er sich mindestens dreimal mit einem Angehörigen eines russischen Auslandsgeheimdienstes getroffen. Zumindest bei zwei dieser Treffen habe er gegen Bargeld Informationen „aus dem Herrschaftsgebiet der Universität” weitergegeben.

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Die Staatsanwaltschaft des Bundes ist unter anderem für die Verfolgung von „geheimdienstlicher Agententätigkeit” zuständig. Sie wird mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafe bestraft.

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