WHATSAPP, FACEBOOK UND CO.

Schwangerer Mann und Troll – neue Emojis vorgestellt

Wer künftig bei WhatsApp, Facebook oder Instagram statt tausend Worten einzelne Bildchen verwenden möchte, hat 37 neue Emojis zur Auswahl. Wir haben sie uns näher angesehen.
Das sind die neuen Emojis des Unicode Consortiums 1/2.
Das sind die neuen Emojis des Unicode Consortiums 1/2. Unicode Consortium
Das sind die neuen Emojis des Unicode Consortiums 2/2.
Das sind die neuen Emojis des Unicode Consortiums 2/2. Unicode Consortium
Berlin ·

Was wäre eine Nachricht bei WhatsApp, anderen Messenger-Diensten oder bei Instagram, Facebook und Co. ohne ein Emoji? Für viele Internetnutzer ist es wahrscheinlich mittlerweile schon fast undenkbar, ohne bildliche Unterstützung zu kommunizieren. Und auch wenn Freunde des (aus)geschriebenen Wortes darüber vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, die bunten Bildchen werden tagtäglich millionenfach genutzt.

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Da die derzeit vorhandenen Emojis offenbar noch nicht ausreichen, hat das Unicode Konsortium wieder neue vorgelegt – insgesamt erweitert das aktuelle Update die Auswahl um 37 Stück in unterschiedlichen Farbvarianten. Diese finden dann weltweit ihren Weg auf die Computer und Smartphones, denn die gemeinnützige Organisation legt die Zeichen fest, die von nahezu allen Branchengrößen genutzt werden.

Zeitgeist in kleinen Bildern

Bei der Präsentation der jährlichen Neuzugänge fällt auf, dass der aktuelle Zeitgeist wieder eine Rolle gespielt haben muss. Nicht nur der grüne Troll mit Keule, der Assoziationen zu unbeliebte Kommentatoren im Internet weckt, und der Ausweis, den man sicher ohne Probleme als Impfausweis verwenden kann, sondern auch der schwangere Mann deuten darauf hin.

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Ja, es soll wirklich ein schwangerer Mann sein, der sich andächtig den Babybauch hält, bestätigt emojipedia.org. Auch wenn das Emoji manchmal scherzhaft genutzt wird, um zu zeigen, dass man sich übergessen hat. Ein anderes Bild heißt schwangere Person, um intersexuelle Männer und Transmänner ebenfalls zu berücksichtigen.

Jennifer Daniel, die Vorsitzende des Emoji-Unterausschusses, sagte dem Onlineportal Welt: „Das Geschlecht eines Menschen diktiert nicht seine Fähigkeit, zu Hause die Kinder großzuziehen oder arbeiten zu gehen. [...] Auch wenn der Großteil der Menschen, die schwanger sind oder Babys zur Welt bringen, sich als Frauen identifizieren, gibt es intersexuelle Männer und Transmänner, die schwanger sind und Babys zur Welt bringen.“

Person mit Krone und neue Gesichter

Gemäß dieser Vorgehensweise haben auch Prinz und Prinzessin eine Person mit Krone an die Seite gestellt bekommen, um „Royales zu repräsentieren, ohne übermäßig genau hinsichtlich des Gender zu sein“, schreibt Emojipedia.

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Auch neue Gesichter wird es geben: Eins schmilzt, eins staunt, eins versteckt sich halb, eins salutiert, eins ist ein Keksgesicht, eins ist etwas skeptisch und eins scheint vor Freude zu Tränen gerührt.

Wer jetzt schon in freudiger Erwartung die Bilderlisten auf seinem Smartphone nach den Neuzugängen durchforstet, wird aber nichts finden. Apple, Microsoft, Android, Microsoft und die anderen, müssen die neuen Emojis noch in ihre jeweiligen Betriebssysteme integrieren und ihrem Design anpassen. Es ist damit zu rechnen, dass dies erst im Laufe des Jahres oder sogar erst zu Beginn des nächsten Jahres überall umgesetzt sein wird.

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Kommentare (1)

Auch bei den Emojis wird die Welt immer verrückter. Der Zeitgeist scheint völlig benebelt.