UMWELTSCHUTZ

So will Burger King Kuh-Pupse reduzieren

Darmwinde von Rindern enthalten jede Menge Methan, das zu Klimaerwärmung beiträgt. Die Fast Food-Kette Burger King will mit einer speziellen Diät die Emissionen minimieren.
Miami ·

Burger King wagt einen neuen Vorstoß für mehr Umweltschutz. Weil Kühe mit ihren Flatulenzen zu viel umweltschädliches Methan ausstoßen, die US-amerikanische Fast Food-Kette aber die Tiere für ihre Burger verarbeiten muss, wird jetzt eine kohlenhydratarme Diät eingeführt. Ziel ist es, die Emissionen der Kühe um 33 Prozent pro Tag zu senken.

100 Gramm Zitronengras für weniger Rinder-Pupse

Dem Futter wird 100 Gramm Zitronengras zugefügt, um dem schädlichen Treibhausgas etwas mehr Einhalt zu gebieten, heißt es in dem Online-Magazin Hypebeast. Das neue Rinder-Ernährungskonzept von Burger King wurde in Zusammenarbeit mit Professoren der Autonomen Universität im Bundesstaat Mexiko und der University of California in Davis entwickelt. Mit einem Tweet kündigte Burger King am 14.Juli auf Twitter die künftige Ernährungsumstellung an.

„Wenn die gesamte Branche von Landwirten, Fleischlieferanten und anderen Marken, zu uns stößt, können wir den Umfang erhöhen und gemeinsam dazu beitragen, die Methanemissionen zu reduzieren, die sich auf den Klimawandel auswirken”, sagt Fernando Machado, globaler Marketingchef der Muttergesellschaft von Burger King, Restaurant Brands International (QSR).

Kuh-Methan macht nur kleinen Teil der Emissionen aus

Seit einigen Tagen werden nun Burger in den US-Städten Austin, Los Angeles, Miami, New York und Portland mit Fleisch verkauft, das von mit Zitronengras gefütterten Rindern stammt. Ob und wann es in Deutschland soweit ist, ist noch nicht bekannt.

Methan ist ein wichtiger Faktor für den Klimawandel, da das Gas die Sonnenwärme einfängt. Auf die gesamten Treibhausgas-Emissionen bezogen jedoch machen Rinder laut der Zeitschrift Wirtschaftswoche nur einen kleinen Bruchteil der Quellen aus: In Deutschland sind Ackerbau und Viehzucht zusammengenommen nach Daten des Umweltbundesamtes für etwa sieben Prozent der Emissionen verantwortlich. Den stärksten Einfluss haben der Energiesektor, Industrieprozesse und der Straßenverkehr.

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