HELDENHAFTE TAT

Soldat rettet Katzen von sinkendem Schiff

Ein 23-Jähriger sprang ins Meer und rettete Kätzchen von einem brennenden Fischerboot. Für die spektakuläre Aktion wird er als Held gefeiert.
Dieser Mann rettete vier Katzen von einem sinkenden Schiff.
Dieser Mann rettete vier Katzen von einem sinkenden Schiff. Newsflare
Die Katze klammerte sich auf der Schulter des Soldaten fest.
Die Katze klammerte sich auf der Schulter des Soldaten fest. Newsflare
Das Schiff mit den Katzen sank ziemlich schnell.
Das Schiff mit den Katzen sank ziemlich schnell. Newsflare
Verängstigt kauerten die Katzen auf einem Seitenteil des brennenden Schiffs.
Verängstigt kauerten die Katzen auf einem Seitenteil des brennenden Schiffs. Newsflare
Koh Lipe ·

Die heldenhafte Tat eines thailändischen Marine-Soldaten geht um die Welt. Der 23-jährige Thatsaphon Saii sprang nach Informationen des Nachrichtenmagazins Unilad ins unruhige Meer und rettete vier Katzen von einem sinkenden Schiff. Drei verstaute er in einem Sack und hielt sie schwimmend über Wasser, die vierte klammerte sich auf seiner Schulter fest. Für diese spektakuläre Rettungsaktion bekommt er weltweit Respekt und Anerkennung.

Der Thailänder und seine Kollegen von der Marine waren zu einem brennenden Fischkutter gerufen worden. Die achtköpfige Besatzung hatte sich laut Unilad bereits selbst gerettet, indem sie zu einem anderen Boot geschwommen war, das durch Zufall vorbeifuhr. Doch die Schiffskatzen drohten zu ertrinken oder zu verbrennen. Ängstlich klammerten sie sich am Kranausleger des auf der Seite liegenden Schiffs fest. Der Soldat erkannte sofort: Jetzt muss es schnell gehen.

Er schwamm durch die Wellen

Er schnappte sich einen alten Reis-Sack, zog sein T-Shirt aus, eine Schwimmweste an, sprang ins Meer und schwamm rund 15 Meter durch die Wellen. „Ich musste mich beeilen”, sagte er Unilad. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir die Katzen retten konnten.”

Mithilfe seiner Kameraden brachte er die Kätzchen an Bord seines Schiffs. Jetzt werden sie nach Auskunft von Unilad in einem Marine-Stützpunkt auf der thailändischen Insel Koh Lipe betreut.

+++ Lesen Sie auch: "Gibt es bald eine Quarky-Mauz-Stiftung?" +++

Schiffskatzen sind heutzutage selten geworden, aber es gibt sie offensichtlich noch. Bis in die 1970er Jahre waren Katzen auf Kriegs- und Handelsschiffen und auf Fischerbooten eine Selbstverständlichkeit. Es gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag über Bordkater. Demnach dezimierten sie Mäuse und Ratten in Lagerräumen und der Kombüse, unterhielten die Mannschaft und wurden als Maskottchen und sogar Glücksbringer geschätzt.

Schriftsteller wie Daniel Defoe, Rydyard Kipling oder Mark Twain schrieben über Schiffskatzen. Wenn eine Katze in einem Hafen freiwillig von Bord ging, so habe das den baldigen Untergang des Schiffs bedeutet. Sei eine Katze auf See über Bord gefallen, habe sie unverzüglich gerettet werden müssen. Andernfalls sei Unglück über Schiff und Crew hereingebrochen.

Kater Trim hat zwei Denkmale

Zu Ehren von Schiffskater Trim  stehen sogar zwei Bronze-Statuen – eine im australischen Sydney und eine in Großbritannien. Der schwarze Kater soll 1799 auf einem Forschungsschiff geboren worden und der Liebling der Mannschaft gewesen sein. Als er in einem Hafen ins Wasser fiel, sei ihm ein Tau hingehalten worden, das er mit Leichtigkeit erklommen haben soll. Ganz Australien soll er per Schiff umrundet haben und sogar bis nach China gekommen sein.

Heute sind Schiffskatzen laut Bericht der Zeitschrift Ein Herz für Tiere rar geworden. Dank Hygiene finden sich kaum noch Nagetiere auf Schonern, Kriegs- und Kreuzfahrtschiffen. Ob Katzen an Bord dürfen, entscheidet heute nicht die Katze, sondern der Kapitän.

Nach Informationen der Internet-Plattform Thailand-Tip wurde die thailändische Marine von der Tierschutzorganisation PETA ausgezeichnet. Der mutige und mitfühlende Einsatz dieser Seeleute sei beispielhaft. Peta habe der Marine angeboten, die Kosten für die Kastration der vier Katzen zu übernehmen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Koh Lipe

zur Homepage

Kommentare (1)

Tja, gerettet und nun Kastration. Außer den vier Katzen klopfen sich alle gegenseitig auf die Schulter.