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Spezialisten kämpfen mit Folgen von Gasexplosion

Die Scheibe einer Apotheke ist  nach einer Gasexplosion auf dem Gelände einer Gasfirma in Harthausen bei Speyer (Rheinland-Pfalz) durch die Druckwelle zerstört worden. Auf dem Hof waren in der Nacht zwei Lastwagen in Brand geraten. Als die Flammen dann auf Gastanks übergriffen, kam es zur Explosion. Foto: Klaus Venus
Die Scheibe einer Apotheke ist  nach einer Gasexplosion auf dem Gelände einer Gasfirma in Harthausen bei Speyer (Rheinland-Pfalz) durch die Druckwelle zerstört worden. Auf dem Hof waren in der Nacht zwei Lastwagen in Brand geraten. Als die Flammen dann auf Gastanks übergriffen, kam es zur Explosion. Foto: Klaus Venus
Klaus Venus

Eine schwere Gasexplosion macht aus dem kleinen Harthausen in Rheinland-Pfalz einen Geisterort. Die Einsatzkräfte geben noch keine Entwarnung.

Die schwere Gasexplosion auf einem Firmengelände im rheinland-pfälzischen Harthausen hat Hunderte Einsatzkräfte auch am Sonntag beschäftigt. Am Vormittag bemühten sich Spezialisten der Werksfeuerwehr des Chemiekonzerns BASF einen letzten Flüssiggastank zu sichern.

Am frühen Samstagmorgen war auf dem Hof einer Gasfirma mindestens ein Lastwagen in Brand geraten. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr explodierte ein Gastank. Der Knall war noch 30 Kilometer entfernt in Ludwigshafen und Mannheim zu hören. Die Hitze verletzte 16 Feuerwehrleute an Haut und Atemwegen.

Die Druckwelle war so stark, dass zwei Gastanks mehrere hundert Meter weit flogen, einige Gebäude in dem Ort wurden infolge der Druckwelle beschädigt. Nach Schätzung der Polizei geht der Schaden in die Millionen. Weil weitere Explosionen drohten, war der Ort am Samstag aus Sicherheitsgründen komplett geräumt worden. Die Bewohner kamen bei Freunden und Bekannten sowie in einer Turnhalle im Nachbarort unter. "Bei allem Unglück hat Harthausen noch Glück gehabt", bilanzierte Landrat Clemens Körner am Samstag.

Wie es zu dem Brand auf dem Firmengelände kommen konnte, war zunächst unklar. Brandstiftung schlossen die Ermittler nicht aus, die Staatsanwaltschaft Frankenthal wurde in die Aufklärung eingebunden.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte Dreyer gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) erklärt: "Es ist schlimm, dass 16 Feuerwehrkräfte im Einsatz verletzt wurden. Wir hoffen nun, dass sie schnell wieder gesund werden." Beide dankten den 450 Helfern.