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Slowakei, Éilina: Ampullen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen liegen auf einem Tisch in der örtlichen epidemiologischen Ambulanz. Erika ·urëov·
Bürokratie-Irrsinn

Sputnik-Geimpfte gelten in Deutschland als ungeimpft

Corona-Impfungen sollen den Geimpften in Deutschland wieder mehr Grundrechte verschaffen. Doch bei manchen trifft das nicht zu – trotz Immunisierung gegen das Virus.
Berlin

Schon seit Mitte April können sich Ausländer in Russland mit dem Impfstoff Sputnik V gegen das Coronavirus impfen lassen. Aufgrund des oftmals mangelnden Angebots in der Heimat ließen sich daraufhin etliche Deutsche in Russland immunisieren, darunter auch der linke Bundestagsabgeordnete Diether Dehm. Gut für die eigene Gesundheit, reicht die Impfung allerdings nicht für Testfreiheit & Co in Deutschland: Die Immunisierung mit dem russischen Vektorimpfstoff wird hier immer noch nicht anerkannt, trotz der nachgewiesenen Wirkung.

Die Erklärung: Die Immunisierung könnte erst dann anerkannt werden, wenn der Impfstoff eine Zulassung der Europäischen Kommission besäßen, sagte Hanno Kautz, der Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn, der „Ärzte Zeitung“.

Die Wirksamkeit von Sputnik V liegt laut der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet bei fast 92 Prozent. Die Immunisierung mit dem russischen Vakzin ist nicht die einzige, die in Deutschland nicht anerkannt wird. Immunisierungen mit dem dem chinesischen SinoVac und den neuen kubanischen Vakzinen wie Abdala oder Soberana 2 werden ebenfalls als ungenügend eingestuft, da die Impfstoffe hierzulande noch nicht genehmigt wurden.

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