#metoo-Debatte

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Staat New York verklagt Harvey Weinstein

Der Skandal um die Beschuldigungen an Harvey Weinstein löste auch die #MeeToo-Kampagne aus. Eine Bewegung bei der hunderttausende eigene Erfahrungen über Mißbrauchsvorwürfe öffentlich machen.
Der Skandal, um die Beschuldigungen an Harvey Weinstein, löste auch die #MeeToo-Kampagne aus. Eine Bewegung, bei der Hunderttausende eigene Erfahrungen über Missbrauchsvorwürfe öffentlich machen.
Guillaume Horcajuelo

Der Staat New York erhebt Anklage gegen Harvey Weinstein und dessen früheres Unternehmen, die Weinstein Studios. Ein Verkauf ist deshalb jetzt vorerst gescheitert.

Nach neuen Enthüllungen über sexuelles Fehlverhalten hat der US-Bundesstaat New York den gestürzten Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und dessen früheres Unternehmen verklagt. Die Führungskräfte der Weinstein Company und auch Weinsteins Bruder Robert hätten es wiederholt nicht vermocht, die Angestellten vor „unablässiger sexueller Belästigung, Einschüchterung und Diskriminierung” durch Weinstein zu schützen, hieß es in der am Sonntag eingereichten Klage. Damit hätten sie vermutlich wiederholt die Gesetze des Staates New York gebrochen, da Angestellte gefährdet worden seien, teilte der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman mit.

„Sexuelles Fehlverhalten”

Die Klage sei Ergebnis von vier Monate andauernden Ermittlungen, in denen „neues und ungeheuerliches” sexuelles Fehlverhalten enthüllt worden sei, hieß es weiter. In den neuen Anschuldigungen werden Drohungen Weinsteins zitiert. So soll er einigen Angestellten gesagt haben: „Ich werde dich töten”, „Ich werde deine Familie töten”, „Du weißt nicht, was ich tun kann”. Er habe Beziehungen zu mächtigen Menschen, die „sich um Probleme kümmern könnten”.

Anwalt hält Weinstein für Sündenbock

Weinsteins Anwalt Ben Brafman teilte mit, falls Schneiderman eine faire Ermittlung durchführen würde, würde sich zeigen, dass viele der Anschuldigungen gegen Weinstein unbegründet seien. Wenn er allerdings zum Sündenbock gemacht werden sollte, werde er sich selbst energisch verteidigen.

Verkauf der Weinstein-Studios geplatzt

Weinstein war im Oktober von seiner Firma entlassen worden. US-Staatsanwalt Schneiderman erklärte, dass bei einem Verkauf der Weinstein Studios sichergestellt werden müsse, dass die Opfer entschädigt würden. Zuletzt sollte die Firma für rund 500 Millionen Dollar den Eigentümer wechseln. Ein Abschluss war am Sonntag erwartet worden. Die Klage habe aber jetzt soviel Unsicherheit erzeugt, dass die Investorengruppe eine Rückzieher gemacht hat.

Kommentare (1)

Das ist erst der Anfang, der Sumpf wird trockengelegt. Wie man hört wird im Oval Office täglich ein Gebet für JFK gesprochen.