OPFER DES AMOKSCHÜTZEN

Stefan Mross trauert nach Anschlag in Halle um treuen Fan

Sie war glühender Fan von Stefan Mross, er aktiver Anhänger des Halleschen FC: Der Amokläufer von Halle hatte seine beiden Opfer offenbar willkürlich hingerichtet. Die Trauer ist nun groß.
Simon Voigt Simon Voigt
Eines der beiden Opfer des Terroranschlags in Halle war großer Fan des Stefan Mross. Der Schlagerstar postete am Donners
Eines der beiden Opfer des Terroranschlags in Halle war großer Fan des Stefan Mross. Der Schlagerstar postete am Donnerstag dieses Foto bei Facebook, um seine Betroffenheit auszudrücken. Stefan Mross/Facebook
Fans des Halleschen FC gedenken dem getöteten Mitglied der Fanszene des Halleschen FC vor der Synagoge.
Fans des Halleschen FC gedenken dem getöteten Mitglied der Fanszene des Halleschen FC vor der Synagoge. Marek Majewsky
Halle.

Am Tag nach dem Terroranschlag in Halle sind mehr Informationen über die beiden Opfer des Amokläufers bekannt geworden. So war eines der Opfer großer Fan des Schlagersängers Stefan Mross. „Der Amoklauf in Halle hat uns unseren treusten Fan aus Halle genommen. Lebensfreude, Musikfan und treuer Anhänger unserer Schlagermusik. Das war Janas Leben”, heißt es in einem Text, den der Sänger am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hatte. Er und seine Freundin, die Sängerin Anna-Carina Woitschack, seien zutiefst betroffen, heißt es.

Erst vor zwei Tagen hatten die beiden Schlagerstars Jana, so der Name des Opfers, bei einer Fernsehaufzeichnung in Leipzig getroffen. Dort hatte Jana eine Tafel dabei, auf der stand: „Möge das Leben Euch nur schöne Momente schenken” Dafür bedankte sich Mross und richtete ihren Freunden und Angehörigen sein Beileid aus. Der Amokläufer hatte die Frau vor der Synagoge in Halle offenkundig zufällig ausgewählt und erschossen.

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Fußballfans aus Halle trauern

Das zweite Opfer, Kevin S., war Anhänger des Halleschen FC (HFC) und in verschiedenen Fangruppen aktiv. Der 20-Jährige wurde von dem Amokschützen in einem Döner-Imbiss hingerichtet. In einer Stellungnahme zeigte sich der Verein „unter Schock”, es seien „dramatische und unfassbare Vorfälle” gewesen, die sich an diesem „schwarzen Mittwoch” in Halle zugetragen haben.

Kevin S. sei aktives Mitglied der HFC-Fanszene aus Merseburg gewesen. „Ein Teil der HFC-Familie! Kevin S. wurde gerade einmal 20 Jahre alt. Feige erschossen”, schreibt dazu die „HFC-Fankurve”. „Unser Beileid gilt seinen Verwandten, Freunden und allen die ihn kannten! Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit!” Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) twitterte: „Unser besonderes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer. Nein zu Hass, Gewalt und Antisemitismus!”

Auch andere Fangruppen aus und um Halle veröffentlichten Nachrufe. Fans des Halleschen FC trafen sich am Donnerstag vor der Synagoge, um Kevin S. zu gedenken. Der Halleschen FC will zu seinen nächsten Spielen mit mit Trauerflor antreten.

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Kommentare (3)

uns schoss ihr - der Passantin - drei mal in den Rücken. Aus Wut, weil er die schwere Holztür nicht aufbekam und weil sie ihm sagte, er solle nicht so laut sein. Beide Zufallsopfer sind übrigens Deutsche.

Würde sie noch leben, wenn sie ihn nicht angesprochen hätte?

findet immer eine Zielscheibe!