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So skandallos war Monaco nie

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Stille Grimaldi-Hochzeit

Andrea Casiraghi und Tatiana Santo Domingo sollen vor ihrer Hochzeit bereits viele Jahre ein Paar gewesen sein.
Andrea Casiraghi und Tatiana Santo Domingo sollen vor ihrer Hochzeit bereits viele Jahre ein Paar gewesen sein.
Jean-Paul Pelissier

Frühe Ehen, Affären, tragische Tode, viel Glamour und scharenweise Kinder – vorbei. Mit der Hochzeit von Carolines Erstgeborenem Andrea Casiraghi und Milliardärstochter Tatiana Santo Domingo wird das Fürstentum nun geradezu bürgerlich.

Das Fürstentum am Mittelmeer hat schon so ziemlich alles erlebt auf der in Monaco nach oben offenen Klatsch-Skala. Die Grimaldis stehen für frühe Ehen, ebenso schnelle wie zahlreiche Trennungen, Affären, tragische Tode, unendlichen Glamour und scharenweise Kinder. Mit der sehr privaten Hochzeit von Carolines Erstgeborenem Andrea Casiraghi und Milliardärstochter Tatiana Santo Domingo am Wochenende weht nun auch ein Hauch von bürgerlicher Langeweile durch den verriegelten Palast. Acht Jahre sollen die beiden 29-Jährigen vor dem nun offiziellen Ja-Wort schon zusammen gewesen sein. Sie kennen sich noch länger, aus Internatszeiten. Lebensläufe voller guter Erziehung und internationaler Ausbildung. Nichts Aufregendes, abgesehen vielleicht vom gemeinsamen Sohn Sacha noch vor der Ehe.

Tante der Braut zeigt Foto im Internet

Vom Hochzeitsfest in Monaco sind bisher weder der genaue Ablauf noch sonst viel bekanntgeworden. Nun ja: Die Tante der Braut hat sich scheinbar über den Wunsch hinweggesetzt, auf den sozialen Netzwerken nicht über die Heirat zu informieren und ein Foto auf Instagram gepostet. Es zeigt die Braut vor der Hochzeit im wohl geordneten Kreise lächelnder Freundinnen. Viel weiß, viel Romantik in maritimem Ambiente. Das war’s dann aber auch schon. Dem Magazin „Vanity Fair“ verriet Tatiana Santo Domingo vor einiger Zeit ihre Zukunftswünsche: Verheiratet, Kinder, stabiles Heim. Das Adelshaus fährt da sonst andere Kaliber auf: Kaum zu überbieten der Glanz, den Grace Kelly 1956 als Gracia Patricia zur Hochzeit mit dem damaligen Fürsten Rainier III. nach Monaco brachte. Ebenso tragisch ihr Unfalltod 1982. Die drei Kinder Caroline, Albert und Stéphanie füllten über Jahrzehnte die Spalten einschlägiger Medien. Carolines frühe erste Ehe mit Kaufmann und Playboy Philippe Junot scheiterte schnell und wurde schließlich sogar von Rom annulliert. Der zweite Mann Stefano Casiraghi – Vater des Bräutigams – kam beim Unfall 1990 mit einem Rennboot ums Leben.

Mit Auftritten machte auch Carolines Schwester, Prinzessin Stéphanie, immer wieder von sich reden. In den 80er Jahren ließ sie als Sängerin und Pop-Sternchen („Irresistible“) von sich hören. Es folgte eine illustre Schar von Affären, Ehemännern, Kindsvätern: Schauspielersöhne, Leibwächter, Zirkusartisten.

Bei Albert steht als Fürst auch seine bisherige eheliche Kinderlosigkeit im Mittelpunkt. Aktuell ginge deswegen die Thronfolge auf Carolines Linie über. Dabei ist Fürst Albert schon zweimaliger Vater. Die beiden Kinder aus Alberts verschiedenen Affären werden vom Fürstentum in der Thronfolge allerdings nicht berücksichtigt.