BLUTTAT IN HALLE

Täter legte Sprengstoff vor Synagoge ab - drinnen betete jüdische Gemeinde

Zwei Tote bei Attacke in Halle: Wie der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle berichtet, versuchte der Täter, die Türen der Synagoge aufzuschießen. Es wurde auch Sprengstoff gefunden.
dpa
Auch ein Sprengstoff-Roboter der Polizei war im Einsatz.
Auch ein Sprengstoff-Roboter der Polizei war im Einsatz. Swen Pförtner
Dutzende Polizisten sicherten am Nachmittag den Bereich der Synagoge.
Dutzende Polizisten sicherten am Nachmittag den Bereich der Synagoge. Sebastian Willnow
Auch der jüdische Friedhof neben der Synagoge war das Ziel des Angreifers.
Auch der jüdische Friedhof neben der Synagoge war das Ziel des Angreifers. Sebastian Willnow
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab – auch mit Sichtschutzwänden.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab – auch mit Sichtschutzwänden. Sebastian Willnow
Die Synagoge und der jüdische Friedhof befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Synagoge und der jüdische Friedhof befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Jan Woitas
Halle.

Mindestens einer der Täter der tödlichen Attacke von Halle (Saale) hat nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, die Synagoge direkt angegriffen. „Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen“, sagte Privorozki Medienberichten zufolge. „Aber unsere Türen haben gehalten.“

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Aktualisierung: Nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale deutet nach aktuellen Informationen aus Sicherheitskreisen alles auf einen Einzeltäter hin.
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+++ Hier finden Sie alle Nordkurier-Artikel zu der Attacke in Halle (Saale) +++

Vor der Synagoge lag ein Todesopfer auf der Straße

Außerdem hätten der oder die Täter versucht, das Tor des benachbarten jüdischen Friedhofs aufzuschießen, sagte Privorozki. In der Synagoge habe die Gemeinde den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert. Die Menschen seien geschockt gewesen. Vor der Tür habe ein Todesopfer des Angreifers gelegen. „Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet.“ In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen in der Nähe der Synagoge erschossen worden. Die Behörden vermuten einen rechtsextremen Hintergrund der Gewalttat.

Die „Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle zeigte ein Foto, auf dem ein dunkel gekleideter Mann mit Helm und Stiefeln zu sehen ist, der ein Gewehr im Anschlag hat. Der MDR zeigte ein Video, auf dem womöglich derselbe Mann aus einem Auto aussteigt und mehrfach seine Waffe abfeuert. Hier ist das Video zu sehen.

Offenbar auch Sprengstoff vor Synagogen-Tür

Die Behörden fanden offenbar auch selbstgebastelte Sprengsätze eines Täters vor der Synagoge. Der Täter habe auf diese Weise versuchen wollen, in die Synagoge einzudringen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auf Fotos ist zu sehen, wie die Polizei am Tatort einen Spezial-Roboter zur Sprengstoff-Bekämpfung einsetzte.

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