KEIN FLEISCH MEHR

Tierschützer wollen alle Schlachthäuser schließen

Der Verein fordert ein Ende der Fleischproduktion in Deutschland. In MV und Brandenburg hat er unter anderem Tierquälerei in Puten- und Schweineställen aufgedeckt.
Die Tierschutzorganisation Ariwa hat unter anderem Tierquälerei in einem Putenstall aufgedeckt. Jetzt fordert der Verein
Die Tierschutzorganisation Ariwa hat unter anderem Tierquälerei in einem Putenstall aufgedeckt. Jetzt fordert der Verein die Schließung aller Schlachthöfe. Animal Rights Watch
Berlin ·

Am 22. Mai startet in Heidelberg in Baden-Württemberg die bundesweite Demonstrationsreihe „Für die Schließung aller Schlachthäuser“. Bis Anfang Oktober werden weitere 15 Demonstrationen stattfinden. Die Kundgebungen sind Teil einer globalen Protestbewegung und werden in Deutschland von der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) koordiniert, teilten die Tierschützer am Dienstag mit.

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Die Demonstrierenden fordern „eine echte Ernährungs- und Agrarwende – weg von der millionenfachen brutalen Ausbeutung und Tötung von Tieren, hin zu einer gesunden, umweltfreundlichen veganen Lebensmittelproduktion”. Demonstriert wird bis zum 2. Oktober in Heidelberg, Mainz, Kassel, Gütersloh, Münster, Hamburg, Bielefeld, Stuttgart, Frankfurt am Main, München, Berlin, Hannover, Braunschweig, Siegen, Mannheim und Unna.

„Das Leid der sogenannten Nutztiere wird dieses Jahr am Beispiel der Puten verdeutlicht. Puten sind wie Masthühner auf extrem schnelles Wachstum gezüchtet, wodurch ihr Herz-Kreislauf-System und die Knochen überlastet werden und häufig versagen. Die schweren Tiere stehen und liegen ihr gesamtes Leben auf einem feuchten Kot-Stroh-Gemisch. Geschwüre, Entzündungen und Verätzungen an den Ballen und der Brust sind die Folge. Der soziale Stress, dicht an dicht mit tausenden Artgenossen leben zu müssen, führt zu ständigen Aggressionen. Spätestens nach 20 Wochen Mast werden Puten im Schlachthof getötet”, teilt Ariwa mit.

Für vegane Lebensweise

„Dieses Leid ist ethisch nicht zu rechtfertigen und auch vollkommen unnötig“, so Simon Anhut, Kampagnenkoordinator bei Ariwa. „Schließlich braucht kein Mensch tatsächlich Tierprodukte.“ Ein Ende der Tierproduktion und die Schließung aller Schlachthäuser sei zudem „ein dringend nötiger Meilenstein, um die Umwelt- und Klimakrise zumindest noch eindämmen zu können und um künftigen Pandemien vorzubeugen”. Deshalb trete Ariwa für eine vegane Lebensweise ein und fordere die Umstellung der Landwirtschaft auf einen Pflanzenbau ohne jede Tiernutzung nach ökologischen Richtlinien.

Zuletzt hatte der Verein von sich Reden gemacht, als er in Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und bei Neustadt in Brandenburg Tierquälerei in Putenmastanlagen aufgedeckt hatte. Unter anderem hatten die Tierschützer Bilder veröffentlicht, auf denen zu sehen war, wie ein Mann Tiere grob misshandelte. Zuvor hatte der Verein verheerende Missstände in einer Sauenanlage in Siedenbollentin in der Mecklenburgischen Seenplatte bekannt gemacht.

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Kommentare (5)

um hinterher teuer zurückzukaufen, einzukaufen - siehe Merkels Energiewende - die Probleme müssen vor Ort gelöst werden, ansonsten ist es nur eine Verlagerung ins Ausland!

Mal Utopischer Schwachsinn der Grünen, alle Bürger sollen gezwungen werden, Vegan zu leben und wenn die Grünen es so wollen, dann hat der Rest natürlich genauso zu leben. Schlachthöfe, Kernkraftwerke, Braunkohle und Erdgaspipelines stilllegen und so etwas will den Kanzler stellen. Gute Nacht Deutschland in der Öko Diktatur.

Gegen Massentierhaltung ist vollkommen richtig! Anzeigen und schließen solcher Höfe. Wieder zurück zur regionalen Zucht und Schlachtung. Wenn es hier verboten wird, wird es woanders hergestellt unter wohl noch schlechteren Bedingungen.
Rein vegan funktioniert nur in dieser modernen Welt mit Nahrungsergänzungsmittel. Typische Vertreter der Sektion "Stadtleben", wo ich immer alles rund um die Uhr habe und auch was erleben kann. Deren Grünzeug wird meist auch von überall auf der Welt herangekarrt.
Die wenigsten von denen leben auf den Land/Kleinstädten.
Stoppt Massentierhaltung, aber auch richtig. Politisch unterstützt und umgesetzt.

unbedingt von allen gesprochen werden. Zuletzt gab es solch eine Transformation der Gesellschaft zwischen 1933-1941. Die Kinder werden dann durch Mangelernährung an schwerwiegenden Entwicklungsfehlern ihr leben lang leiden. Unsere Großeltern und Eltern waren damit beschäftigt den Tisch immer voll zu machen, insbesondere Sonntagsbraten. Solche Forderungen sind schon ein wenig Narzisstisch von den Veganern gedacht.

Mögen diese Weltverbesserer ein Jahr lang mal jeden Tag Sauerampfer natur zu essen bekommen, damit sei dann wie die Gäse grün Schei....Vielleich haben sei dann eine Sinneswandlung in Richtung Normal.