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Totale Mondfinsternis in Europa zu sehen

Wer in der Nacht zum kommenden Montag ganz früh aufsteht, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen.
Stefan Schwager

Wer in der Nacht zum kommenden Montag ganz früh aufsteht, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen. Dabei wird der Erdtrabant aber nicht ganz finster - er zeigt sich als "Blutmond".

Eine totale Mondfinsternis kann in der Nacht zum Montag in Deutschland und vielen anderen Ländern beobachtet werden. Der Erdtrabant zeigt sich dann auch als Super-Mond, da er am 28. September unserem Planeten besonders nahe ist und entsprechend groß wirkt.

Wer den Höhepunkt des mehrere Stunden dauernden Schattenspiels nur mal kurz bestaunen will, "sollte am besten den Wecker auf halb fünf stellen", sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde, die ihren Sitz im südhessischen Heppenheim hat. Von 04.11 bis 05.24 Uhr befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten: Die Finsternis ist total. Die Mitte ist somit um 04.47 Uhr. Die Spannung steigt schon um 03.07 Uhr, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. "Das werden Sie sehen: Da ist was los", sagte Weis. Auch das Verlassen des Kernschattens um 06.27 Uhr sei noch gut erkennbar.

In weiten Landesteilen Deutschlands dürfte das Wetter mitspielen - etwas schlechter sind die Aussichten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes allerdings für die Küste, Norddeutschland, das Erzgebirge und den Alpenrand. "Sonst sollte es doch vielfach gering bewölkt sein", sagte Meteorologe Sebastian Schappert am Freitag. Günstige Bedingungen werde es in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern geben. Wer das Ereignis verschläft, muss sich gedulden: Die nächste totale Mondfinsternis wird erst wieder in drei Jahren - am 27. Juli 2018 - in Deutschland zu beobachten sein.