PROST MAHLZEIT

Ungeimpfte müssen getrennt von Kollegen essen

Ein Hinweisschild geht viral: Ungeimpfte Mitarbeiter am Uni-Klinikum Halle (Saale) müssen hinter Plexiglas und getrennt von ihren 2G-Kollegen essen. Der Nordkurier bat die Klinik um Einordnung.
Die Regelung sorgt im Internet für Diskussionen. (Symbolfoto)
Die Regelung sorgt im Internet für Diskussionen. (Symbolfoto) Dumrongsak Songdej stock.adobe.com, NK-Montage, Symbolbild
Am Uni-Klinikum Halle muss geimpftes und ungeimpftes Personal getrennt speisen.
Am Uni-Klinikum Halle muss geimpftes und ungeimpftes Personal getrennt speisen. UKH Halle/Zentrale Fotostelle/Arvid Rostek
Halle ·

Regelung und Schild sorgen für empörte Reaktionen im Netz: Das Foto der Hinweistafel im Mitarbeiterrestaurant des Universitätsklinikum Halle (Saale) wurde in den vergangenen Tagen auf Twitter, Telegram und anderen sozialen Medien hundertfach geteilt. Folgendes ist da zu lesen: „Liebe Gäste, seit dem 21.06. gibt es eine neue Regelung zur Sitzordnung. Vollständig geimpfte und genesene Mitarbeiter dürfen im vorderen Bereich Platz nehmen. Nicht immunisierte Mitarbeiter nehmen bitte im linken Bereich vom Mitarbeiterrestaurant an den Zweiertischen mit Plexiglasscheibe Platz.”

Die einen „dürfen”, wie es ausdrücklich heißt, in geselliger Runde im vorderen Bereich des Restaurants essen. Die anderen „müssen”, die Formulierung lässt da keinen Spielraum, ihre Mittagspause in einem Extrabereich und hinter Plexiglas verbringen – maximal zu zweit.

Als das Bild der Hallenser Kantinenregel jetzt im Netz herumgereicht wurde – sie gilt bereits seit mehr als zwei Monaten – war die Aufregung groß. Für so manchen, der im angebrochenen 2G-Zeitalter die Impf-Apartheid kommen sieht, ist ein Schild, das gesunde Kantinenbesucher in zwei mit ungleichen Rechten ausgestattete Gruppen einteilt und entsprechend zurechtweist, mehr als ein Vorbote düsterer Zeiten.

Der Nordkurier fragte im Uniklinikum Halle (Saale) nach, ob die Regelung im Mitarbeiterrestaurant tatsächlich gilt und ob das Foto echt ist. Antwort: ja und ja. Die Aufregung im Netz habe man natürlich schon mitbekommen, berichtet Pressesprecherin Christina Becker. Innerhalb der Belegschaft habe die Sitzordnung im Mitarbeiterrestaurant aber zu keinerlei Unmut geführt.

Mehr lesen: Kommentar - Die Ausgrenzung Nicht-Geimpfter ist nicht legitim

Der Ärztliche Direktor und Vorsitzende des Klinikumvorstands, Prof. Thomas Moesta, betont gegenüber dem Nordkurier, es gehe bei der Regelung, die weiterhin gilt, keinesfalls um die Trennung von Geimpften und Ungeimpften. Aber das steht doch exakt so auf dem Schild? Der Klinikchef möchte es ein wenig anders verstanden wissen. Hier unsere Fragen und seine Antworten in ungekürzter Fassung:

Können Sie verstehen, dass einige Menschen das Plakat befremdlich finden?

In der angesprochenen Diskussion scheint ein grundliegendes Missverständnis vorzuliegen. Es geht dem Universitätsklinikum Halle (Saale) keinesfalls um die Trennung von geimpften und ungeimpften Mitarbeitern*innen. Vielmehr haben die Kontaktbeschränkungen in den letzten 1,5 Jahren der Coronakrise für alle Mitarbeiter*innen zu erheblichen Einschränkungen in Bezug auf die soziale Nähe in den Pausensituationen, insbesondere im Mitarbeiterrestaurant, geführt. Mit den auch durch das Universitätsklinikum Halle (Saale) umgesetzten Impfungen unseres Personals, war es möglich, für die geimpften Mitarbeiter*innen wieder ein weitgehend normales Mittagessen, das heißt, mit mehreren an einem Tisch, zu ermöglichen.

Sind Sie der Meinung, die Uniklinik ist mit diesem Schild und/oder der darauf beschriebenen Regelung übers Ziel hinausgeschossen?

Nein.

Warum müssen die ungeimpften Kollegen von den anderen getrennt sitzen – glaubt man an der Uniklinik nicht an die Wirkung der Impfung?

Wie bereits erwähnt, ist nicht die Trennung der Mitarbeiter*innen voneinander Grundlage dieser Regelung, sondern die für ungeimpfte und geimpfte Mitarbeiter*innen unterschiedliche Kontakteinschränkung, die sich aus unserem Verständnis für die Wirksamkeit der Impfung ergibt.

Wird beim Eintritt in die Kantine kontrolliert, ob man geimpft/genesen ist? Falls ja, wie?

Nein.

Wird diese Regelung denn stets eingehalten oder wird da auch mal ein Auge zugedrückt?

Die Einhaltung der Regelung wird stichprobenartig überprüft.

 

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Kommentare (20)

Da die Impfung die Verbreitung von Viren nicht ausschliesst, ist eine Trennung von medizinischen Personal in geimpft und ungeimpft bei geselligem Frühstück medizinischer Unfug. Kann sein, das man sich der Grippesaisons wieder annähern will, bei denen sich niemand einen Kopf machte, ob Grippeschutzgeimpfte Superspreader sein könnten. Also eine Methode, wieder auf das Niveau von vor 2020 zu kommen.

Nicht ganz richtig, ihre Argumentation.
Aus Gründen der Fürsorge für ungeimpfte Mitarbeiter ist diese Regelung sehrwohl nachvollziehbar, da geimpfte Mitarbeiter zwar auch Virenträger sein können, auch Erkrankungen kommen vor, aber nach allen aktuellen Erkenntnissen eben seltener und weniger schwer.
Und um einen ordnungsgemäßen Betrieb des Krankenhauses zu gewährleisten kann sich der Betreiber des Hauses wohl auch nicht so viele kranke Mitarbeiter leisten.

...Ihre Argumentation, zumal man im KH-Restaurant dann ja auch ohne Maske sitzt. Der AG hat allen MA gegenüber Fürsorgepflicht. Ich gehe davon aus, dass es abseits des Restaurants des KH keine derartige Regel gibt, da ansonsten Maskenpflicht bestehen sollte.

In der OP- Abteilung gibt es sogar getrennte Aufenthalts-/Speiseräume für Geimpfte und Nichtgeimpfte.Diese Trennung erinnert an finsterste Zeiten... Menschen, bestimmter Klasse müssen draußen bleiben..

Vor 2020 war der Krankenstand in der grippalen Saison in Kliniken ebenso hoch, wie in allen anderen Unternehmen und Einrichtungen mit und ohne Grippeschutzimpfung. Der Verweis auf niedrigen Krankenstand kann kein Grund für das Verteilen von Corona-Viren von Geimpften zu Geimpften sein.

Da mögen Sie Recht haben mit der bisherigen Praxis, es zeigt aber eher den bisher zu laxen Umgang mit solchen Themen in Bezug auf Gesundheit von Mitarbeitern und Patienten. Es ist ja nicht so, dass es nicht schon regelmässig Fälle von Keimeinträgen in Krankenhäusern aufgrund mangelhafter Hygiene von Seiten der Mitarbeiter(aus welchen Gründen auch immer) gegeben hätte. Und nun hat sich ein Thema gefunden, wo man diesbezüglich mal Druck machen kann. Was auch sicherlich mit ungeklärten Haftungsfragen in Bezug auf die Erkrankung und daraus resultierende vermeidbare Infektionswege zu tun hat.

Sondern die Millionen die wieder mitmachen. Damals wurden erst sog. "unwertes Leben" Obdachlose, Kranke, Alte Menschen mit Behinderungen, Oppositionelle 1933 ins erste Lager nach Dachau deportiert.

Wie viele Mahnmale braucht Deutschland noch, bevor die Mehrheit begreift, dass es nicht Hitler war, noch Merkel ist, sondern die Millionen Helfershelfer die wieder mitmachen.

Heute zwar noch nicht so primitiv, aber dafür um so hinterhältiger, nur weil es dieses Mal eine Spritze ist, macht es diese menschenverachtenden verbrechen nicht besser.

Nach 18 Monaten las ich in Deutschland 2021 an einer Häuserwand: "UNGEIMPFTE INS GAS" Vor dem Hintergrund deutscher Geschichte, und der vielen Mahnmale, dass sich sowas nie wiederholen darf, schon erschreckend?

Der Masterplan heißt so Holocaustüberlebende 2021 Eugenik, Euthanasie und Genozid. Was unter Hitler begann wird heute fortgesetzt, noch nicht so primitiv, aber dafür umso hinterhältiger.

Wäre es anders, hätte man von Anfang an alle Fachleute gehört, statt dessen werden gegen alle Fachleute/Kritiker nur aufs übelste gehetzt, ignoriert, zensiert, gelöscht, suspendiert ökonomisch zerstört, Richter bekommen Hausdurchsuchungen, weil sie an Hand von unabhängigen Gutachten, Urteile fällen die den Machthabern in ihrer Agenda stören. Unabhängige Koryphäen bekommen Hausdurchsuchungen, sämtliche Proteste gegen die menschenverachtenden Maßnahmen werden verboten, ältere Damen, Herren, Behinderte, Kinder schwangere Niedergeknüppelt, verleumdet, gleich geschaltete Medien, Gerichte und Polizei die alle versagen. Obwohl alle STAATLICHEN ORGANE NICHT NUR EIN REMONSTRATIONS RECHT HABEN; SONDERN EINE PFLICHT, macht die Mehrheit davon nicht gebrauch, und einzelne die das machen, werden sofort suspendiert und entlassen, oder pathologisiert (als Irre/Wahnsinnige) und kriminalisiert. Was braucht man noch, um zu erkennen, das nie um Gesundheit gegangen ist und geht?

Wenn man Vergleiche zur Shoah zieht, hat man nix verstanden. Zumal Israel ja auch nicht anders agiert….🙈

Diesen Vergleich üben übrigends auch Shoah-Überlebende selbst:

https://childrenshealthdefense.eu/covid-19-de/vera-sharav-ueberlebende-des-holocaust-die-medizin-wird-benutzt-um-uns-unsere-freiheit-zu-rauben-interview-uwe-alschner-1-2/?lang=de

Eine Methode, diesen verbrecherischen Test einiger Pharmaunternehmen an Menschen, mit einer Impfung gleichzustellen, besteht in der Methode, Testverweigerer mit Impfverweigerern gleichzusetzen.
Das Schild ist deshalb irreführend und müsste lauten: Nicht mRNA Gespritzte / mRNA Gespritzte
Alle Beschäftigten können sich ihre Sitzplätze frei wählen, wenn sie als Kinder geimpft wurden, oder auch nur eine Grippeschutzimpfung erhalten haben.
Die Sprache des vierten Reiches versucht immer wieder das Verbrechen zu verwässern.
Das versuchte LTI auch!

Vielen Dank an die Vorkommentatoren

"Schutzimpfung" ersetzt Schutzhaft....

Herr Spahn will, dass wir uns erst in die "Freiheit" und jetzt auch noch in die Normalität "zurückimpfen"

Für all das und noch viel mehr, haben er und fast alle der anderen ca. 700 im Gleichschritt marschierenden Sprechpuppen des Hauses, an dem steht DEM DEUTSCHEN VOLKE, nicht den Hauch einer erneuten Stimmabgabe von eben jenem verdient
Wessen Diener sie eigentlich sind, haben Sie uns seit 15 Monaten immer wieder vor Augen geführt....
Sie treten diesen Spruch jeden Tag mit Füßen, da können Sie sich noch sie viele Masken übereinander aufsetzen..
Kein Witz irgendwo geisterte längst ein Bild von Herrn Spahn mit einer Doppelten Maske herum...
Ist das beginnende Pinocchioritis?

Wie Dunkel wird es wohl noch....

Es wird also nicht nach Infizierten und nicht Infizierten unterschieden, sondern nach Geimpften und nicht Geimpften. Da inzwischen mehr Ansteckungen durch Geimpfte als durch nicht Geimpfte erfolgen, wird deutlich, dass es der Uniklinik gar nicht um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter geht. Die Uniklinik Halle ist aber bekannt dafür,immer ganz vorne im Mainstream mitzuschwimmen, worunter schon häufiger auch Patienten leiden mussten. Zur Ehrenrettung Halles muss aber klargestellt werden, dass der Klinikumschef ein Zigereister ist.

Die Klinik hat aber eine Fürsorgepflicht für ihre Angestellten. Und da Ungeimpfte nach allen aktuellen Studien eher, schwerer und länger Erkranken als geimpfte Personen, muss sie vermeiden das sich diese Personen anstecken. Auch schon aus Gründen die die Situation der Arbeitskräfte im Klinikum betrifft, da bei Krankheit ja erstmal der Arbeitgeber zur Kasse gebeten wird.

Dieser von Ihnen so hochgehaltenen Fürsorgepflicht könnte die Klinik aber doch diskriminierungsfrei nachkommen:
Verpflichtende Schnelltests für alle. ;-)

die auch völlig sinnlos sind, sie sagen gar nix aus

Aber um den Schein der Fürsorge nach Außen hin weiter zu wahren, wäre das wohl angebrachter.

wer wird dann diskriminiert???

was ein Schwachsinn, bis heute existiert kein Erregerbeweis, der Corinna. Ein "politischer Wille", wie es Lauterbach aussprach, hat garantiert nix mit Wissenschaft zu tun. Wer sich diesem Schwachsinn unterwirft, sollte sich mal selbst fragen, ob er noch geistig zurechnungsfähig ist, oder sich einfach nur beugt, um seine Ruhe zu haben. Er bezahlt seine Ruhe, durchs Impfen mit der Gesundheit, oder mit ewiger Ruhe............ Legt die Arbeit nieder im Krankenhaus und lasst die Chefs selber arbeiten, mal sehen ob sie überhaupt was zu Stande bringen, außer mit Zahlen zu jonglieren......

…wie die ganzen Mehlmützen hier wieder nach einem schamannischen Erguss ihr Geschwurbel ausgießen und erst die dämlichen Vergleiche zur Shoa. Was bitte stimmt mit euch nicht?! Ich jedenfalls habe keine Lust mehr, mir wegen irgendwelcher Verstrahlten oder ewig Zögernden meine Freiheitsrechte weiter einschränken zu lassen, dass Staat, Sozialsystem und/oder Arbeitgeber weiter für diese spooky Freiheit der willentlich Ungeimpften aufkommen soll. Es gibt keine objektiven Gründe - außer den tatsächlichen individuellen ärztlich attestierten Aspekten oder weil noch keine Altersfreigabe vorliegt - gegen eine Impfung. Kommt darauf klar oder akzeptiert, dass es für euch zukünftig andere Regeln, ggf. mehr Kosten, etc. gibt. Die Geduld der Mehrzahl (der Geimpften), also derer, die es verstanden haben, ist endlich. Basta! Wer das nicht will, darf gern zu Zar Wladimir ziehen und sich in den Freiheiten einer lupenreinen Demokratie ergehen. Euer fortwährendes Geblöke geht mir so gegen den Strich!

Betrifft die Trennung dann auch den ÖPVN, den die Beschäftigten zur und von der Arbeit nutzen, findet dort auch eine Trennung statt "Nur für Geimpfte !"
Das erinnert mich dann sehr stark an vergangene Jahre in Südafrika und deren Apartheidspolitik, als an z.B. Bussen Schilder "For white only" befestigt waren.
Kommt es also in der Folge auch hier dazu, dass Ungeimpfte zu Fuß gehen müssen, während Geimpfte bequem den Bus benutzen dürfen ?

Bedenklich.