Fataler Irrtum

Vermeintlicher Hund entpuppt sich als wildes Tier

Spaziergänger dachten, ein verletztes Hundebaby gefunden zu haben. Sie nahmen es mit nach Hause. Dort wurde ihnen klar, um welches Tier es sich wirklich handelte.
Spaziergänger fanden ein niedliches Tier im Wald und dachten, das sei ein Hundewelpe. Dabei war es ein Wolf.
Spaziergänger fanden ein niedliches Tier im Wald und dachten, das sei ein Hundewelpe. Tanja Askani
Hünxe

Plötzlich stand ein Wolf im Badezimmer. Spaziergänger haben in einem Wald in Hünxe in Nordrhein-Westfalen einen verletzten Welpen gefunden. Sie nahmen den Kleinen mit nach Hause, um ihn gesund zu pflegen, berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

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Das Tier sei völlig mit Kot verschmutzt gewesen. Darum hätten die Finder den Kleinen in der Dusche gewaschen. Dabei seien ihnen allerdings Zweifel gekommen, ob der vermeintliche Hund wirklich einer ist.

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Ein befreundeter Jäger sei befragt worden. Der habe schnell erkannt, dass es sich um einen echten Wolf handelte. Die Naturschutzbehörde des Kreises Wesel sei zu Rate gezogen worden. Außerdem sei der kleine Wolf einem Tierarzt vorgestellt worden. Danach habe der Jäger den Welpen auf Anordnung des Umweltamtes an einer Stelle ausgesetzt, an der wenige Tage zuvor eine Wölfin mit Gesäuge von einer Wildkamera gefilmt worden war.

Wölfin mit Jungtier gesichtet

Alles sei in der Hoffnung geschehen, dass die Wölfin ihr Junges findet und wieder ins Rudel integriert, berichtet der WDR. Allerdings sei unklar, ob das geklappt hat. Zwar sei zwei Tage später in der Gegend eine Wölfin mit einem Jungtier gesichtet worden, das könne aber auch der Bruder des verletzten Welpen gewesen sein.

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Peter Malzbender vom Naturschutzbund NABU sagte dem WDR, er könne verstehen, dass die Finder sich um den vermeintlichen Hund gekümmert haben. Aus fachlicher Sicht sei die Versorgung mit Hundefutter und Shampoo allerdings falsch gewesen. Das Landesamt für Umwelt und Naturschutz warnt ebenfalls davor, Wölfe zu füttern. Menschen sollten unbedingt jeden Kontakt zu ihnen meiden, damit sie sich nicht an sie gewöhnen und dann möglicherweise zur Gefahr werden.

Wenn man ein krankes oder entkräftetes Tier im Wald findet, gelte generell: nicht anfassen oder mitnehmen, sondern das nächste Forstamt informieren.

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Kommentare (3)

...sollten Eltern ihren weiblichen Nachwuchs nicht mit einer roten Kappe sowie einen Korb mit Kuchen und Wein in den Wald schicken!

Menschen 🤦‍♂️🤦‍♀️

aber ganz schön geschaut haben, daß der "Hund" jetzt stinkt und nicht mehr nach Kot duftet