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Lolek und Bolek

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Wolf reißt Ziegen auf Kindergartengelände

Ein Wolf soll in Sachsen zwei Ziegen auf dem Gelände eines Kindergartens gerissen haben. (Archivbild)
Ein Wolf soll in Sachsen zwei Ziegen auf dem Gelände eines Kindergartens gerissen haben. (Archivbild)
Bernd Thissen

In Uhsmannsdorf in Sachsen hat ein Wolf zwei Tiere getötet. Das Brisante daran: Es riss sie da, wo normalerweise Kinder spielen.

Auf einem Kindergartengelände in Uhsmannsdorf (Landkreis Görlitz) soll ein Wolf eine Ziege so schwer verletzt haben, dass sie verstarb. Kurz darauf soll es einen weiteren Wolfsangriff auf dem Areal gegeben haben, berichtet die Lausitzer Rundschau (LR). Dabei sei eine zweite Ziege getötet worden. Nach Angaben des Görlitzer Landratsamtes habe sich der Vorfall in der Nacht von Sonntag zu Montag ereignet.

Landkreis prüft Entnahme

Die beiden gerissenen Tiere hießen Lolek und Bolek und waren für die Kinder angeschafft worden, berichtet die LR weiter. Inzwischen seien die Eltern der Kinder über den Vorfall informiert worden. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden solle nun die Sicherheit der Kinder gewährleistet werden, versicherte der Landkreis.

Nach alledem bestehe „Anlass zur Sorge” sagte Kreissprecherin Julia Bjar. Zumal der Wolf inmitten des Ortes zugeschlagen haben. „Juristische Schritte für eine eventuelle Entnahme des Wolfes werden geprüft”, so Bjar weiter. Mit Entnahme ist der Abschuss des Wolfes gemeint. Auch das Umweltministerium in Sachsen wurde zum Vorfall kontaktiert. Das sächsische Wolfsmanagement erlaubt eine Entnahme von Wölfen, die wiederholt in Siedlungen eindringen und dort für Probleme sorgen, schreibt die LR.

Nächster Angriff in der Oberlausitz

Erst vor wenigen Wochen sorgte ein Wolf in Cunnewitz (Landkreis Bautzen) für Aufregung. Das Tier trieb damals einen Damhirsch durch das kleine Dorf, bis dieser schließlich gegen ein Tor rannte und verendete. Von der Lautstärke der nächtlichen Jagdszene wurden die Anwohner geweckt und verscheuchten das Raubtier. Auch in diesem Fall waren Kinder im Spiel. Auf einer Wiese in der Nähe des Tatorts hatten kurz zuvor noch Kinder gezeltet, wie eine Anwohnerin berichtete.

 

Kommentare (3)

...um Lolek und Bolek. Die sogenannte Entnahme eines Wolfes ist deshalb schon lächerlich, da man nicht beim obersten Wolfsrudelrat anfragen kann, welcher Wolf dieses Verbrechen zu verantworten hat.

Beim nächsten mal, sind Kinder betroffen ( hoffentlich nicht), aber es wird wohl erst soweit kommen bis endlich was passiert. Noch ein Tipp an die Wolfsschießer (die meine vollste Zustimmung haben ) , grabt sie wenigstens ein beim nächsten mal, dann weiß es keiner und kein Hahn kräht danach!

eines Beutegreifers. Ihr könnt nicht von einem Raubtier Moral erwarten. Er wusste nicht, dass es Kindergartengelände ist. Und selbst wenn, so wäre es ihm egal!