ES WARTET ARBEIT

▶ Zuchtbulle in Hagenbecks Tierpark soll spanische Damen decken

In Hagenbecks Tierpark in Hamburg lebt Odin, Europas einziger Walross-Zuchtbulle. Nun hat er Besuch von drei Weibchen aus Spanien bekommen – doch die hatten zunächst mit einem anderen Tier zu kämpfen.
Eines der Walrosse aus Spanien, die bei Hagenbecks von Europas einzigem Zuchtbullen gedeckt werden sollen.
Eines der Walrosse aus Spanien, die bei Hagenbecks von Europas einzigem Zuchtbullen gedeckt werden sollen. Daniel Bockwoldt
Die weiblichen Kolosse Petruska, Ninotska und Tania waren im Dezember mit dem Lastwagen nach Hamburg gekommen.
Die weiblichen Kolosse Petruska, Ninotska und Tania waren im Dezember mit dem Lastwagen nach Hamburg gekommen. Daniel Bockwoldt
Der Tierpark Hagenbeck züchtet eigenen Angaben zufolge als einziger in Deutschland seit sechs Jahren Walrosse.
Der Tierpark Hagenbeck züchtet eigenen Angaben zufolge als einziger in Deutschland seit sechs Jahren Walrosse. Daniel Bockwoldt
Seitdem kamen bereits drei Jungtiere in Hamburg zur Welt.
Seitdem kamen bereits drei Jungtiere in Hamburg zur Welt. Daniel Bockwoldt
Dass am Ende der Paarungszeit tatsächlich auch alle drei Walross-Damen schwanger sind, ist aber natürlich nicht gara
Dass am Ende der Paarungszeit tatsächlich auch alle drei Walross-Damen schwanger sind, ist aber natürlich nicht garantiert. Daniel Bockwoldt
Walrosse sind Säugetiere.
Walrosse sind Säugetiere. Daniel Bockwoldt
Die Raubtiere sind zwischen 800 und 1900 Kilogramm schwer.
Die Raubtiere sind zwischen 800 und 1900 Kilogramm schwer. Daniel Bockwoldt
Hamburg.

Im 8.000 Quadratmeter großen Eismeer des Tierparks Hagenbeck in Hamburg leben neben Eisbären, Pinguinen, Seebären und arktischen Seevogelarten auch Deutschlands einzige Walrosse – darunter auch ein Zuchtbulle, den es sonst nirgendwo in Europa gibt. Jetzt soll er drei Walrosse aus einem Zoo in der spanischen Hafenstadt Valencia decken, die eigens für ihn angereist sind.

Erste Annäherungsversuche habe es bereits gegeben, sagte Tierpfleger Dave Nelde am Freitag in Hamburg. „Aktuell ist da ein ganz großes Interesse zwischen Odin und den Mädels. Odin hat auch begonnen, zu singen. Die Paarungszeit ist definitiv eingeläutet.”

Ein Tier bereitete Probleme

Die weiblichen Kolosse Petruska, Ninotska und Tania waren im Dezember mit dem Lastwagen nach Hamburg gekommen. Dabei mussten sich die Damen aus Spanien nicht nur an das nasskalte Wetter sondern an einen störenden Vogel gewöhnen.

„Die Möwe war ein Riesenproblem, die hier natürlich allgegenwärtig ist.” Deshalb hat es ein bisschen länger gedauert, als wir uns das vorgestellt hatten. (...) Mittlerweile ist gar nichts mehr ein Problem. Egal, ob die Möwe auf dem Tier landet oder nicht”, sagte der Tierpfleger weiter.

„Da kann alles passieren”

Dass am Ende der Paarungszeit tatsächlich auch alle drei Walross-Damen schwanger sind, ist nicht garantiert. „Die Mädels sehen zum ersten Mal so einen großen paarungsbereiten Bullen. Da kann alles passieren.” Es sei deshalb auch möglich, dass sie nicht schwanger werden und nochmal wieder kommen.

Geplant ist, dass die drei nach der Paarungszeit in einen Zoo nach Belgien umziehen. Dorthin wird ihnen auch das derzeit in Hamburg schwimmende Walross-Junge Thor folgen.

Der Tierpark Hagenbeck züchtet eigenen Angaben zufolge als einziger in Deutschland seit sechs Jahren Walrosse. Seitdem kamen bereits drei Jungtiere in Hamburg zur Welt. „Es ist wichtig, dass wir die Art in allen Zoos erhalten, weil sie in freier Wildbahn immer weniger wird”, sagte Nelde dazu.

Hagenbecks Eismeer

Walrosse sind Säugetiere, sie essen am liebsten Schnecken, Krebstiere, Tintenfische und Muscheln vom Meeresboden. Ein besonderes Merkmal der Tiere sind die großen Stoßzähne aus Elfenbein, die bei den Männchen länger und gerader sind als bei den Weibchen. Die Raubtiere sind zwischen 800 und 1900 Kilogramm schwer. Zum Vergleich: Ein normales Auto wiegt etwa 1400 Kilogramm.

In Hagenbecks Eismeer gibt es 1.200 Quadratmeter Wasserfläche mit 5,3 Millionen Litern Wasser. Unter anderem eine neuartige Kälte- und Wassertechnik samt eigens entwickelter Wellenanlage solle dafür sorgten, dass sich die Bewohner aus Arktis und Antarktis auch in Hamburg wohl fühlen, schreibt der Tierpark auf seiner Homepage über die insgesamt 21 Millionen Euro teure Anlage.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Hamburg

Kommende Events in Hamburg (Anzeige)

zur Homepage