ANTRAG ABGELEHNT

Baulücke in Hospitalstraße bleibt

Es bleibt alles beim Alten am Eingang von Altentreptow: Bauausschuss und Rahmenplanerin lehnten die Idee des Lebbiner Investors ab, die Ecke gegenüber dem Speicher modern zu bebauen.
So, wie sich die Situation gegenüber dem Speicher zeigt, wird sie sich nun wohl noch lange dem Ankommenden präsentieren. 
So, wie sich die Situation gegenüber dem Speicher zeigt, wird sie sich nun wohl noch lange dem Ankommenden präsentieren. Danilo Vitense
So, wie sich die Situation gegenüber dem Speicher zeigt, wird sie sich nun wohl noch lange dem Ankommenden präsentieren.  Foto: D. Vitense
So, wie sich die Situation gegenüber dem Speicher zeigt, wird sie sich nun wohl noch lange dem Ankommenden präsentieren. Danilo Vitense
Altentreptow ·

Der Altentreptower Bauausschuss hat die Pläne eines Lebbiner potenziellen Bauherrn für die Hospitalstraße abgelehnt. Der Lebbiner Fred Vespermann hat vor fünf Jahren das Grundstück 7, das an Hospital- und Mauerstraße grenzt, von der Stadt erworben und wollte es nun mit einem Haus in modernem Stil bebauen. Vier Ausschussmitglieder stimmten gegen sein Projekt, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. „Ich hätte Herrn Vespermann bauen lassen und bedauere die Ablehnung seiner Pläne sehr“, sagte Altentreptows Bürgermeister Volker Bartl nach der Sitzung des Bauausschusses. Bartl glaubt nicht, dass sich sobald ein neuer Bauherr gerade an diesem Ort finden wird. Und so bleibt das Eingangstor zur Altstadt gegenüber dem alten Speicher weiter leer.

Dabei ist es weder der Rahmenplanerin Annette Lange noch den Mitgliedern des Bauausschusses leicht gefallen, die Pläne des Lebbiner Bauingenieurs abzulehnen. Die Rahmenplanerin benannte vier Hauptprobleme, die gegen eine solche Bebauung der Hospitalstraße sprachen: Der gelbrote Klinkerstein, den Vespermann für seine Fassade wählte, sei nicht stadtypisch, sondern der rote. Statt Klinker- sei auch die Putzfassade Altstadtbild bestimmend. Hier zeigte sich die Rahmenplanerin aber noch kompromissbereit. Die gewählten Fensterformate, insbesondere die beiden Eckfenster, entsprächen auch nicht der Gestaltungssatzung für Altentreptow. Doch wäre sie bereit gewesen, hier Abstriche zu machen. Auch was die Geschossigkeit des Hauses betrifft. Typisch sei in der Stadt die Zweigeschossigkeit, Vespermann plant drei. Bei der Traufhöhe sei sie dazu nicht mehr bereit. Die sei entschieden zu hoch und würde die Ecke dominieren, statt sich unterzuordnen. Weiter kompromisslos zeigte sie sich bei der Dachform. „Wir können über alles reden, aber nicht über das Flachdach. An dieser Stelle ist die Dachform ganz entscheidend. Hier geht es darum, die Altstadtbebauung abzurunden.“ Es könne auch ein nur leicht geneigtes Dach mit Ziegeleindeckung sein.

Kein Kompromiss seitens Verspermanns

Sie würde es begrüßen, „wenn Herr Vespermann bauen würde. Weil die Ecke sehr schwierig zu gestalten, aber eine wichtige für die Stadt ist. Ich bitte sehr darum, einen Kompromiss zu finden“, betonte Annette Lange.

Fred Vespermann lehnte jeglichen Kompromiss ab. „Meine Frau und ich haben uns für diese Lösung entschieden. Das Satteldach ist nicht Bestandteil unserer Überlegungen. Wir haben die Zeit der schrägen Wände hinter uns. Zudem ist der Baugrund sehr problembehaftet“, sagt er. Entweder komme man jetzt zusammen oder man lasse es, erklärte er unmissverständlich. Er habe fünf Jahre Arbeit und Geld ins Projekt gesteckt, das reiche.

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