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Ältere Eltern sind zufriedener

Wer etwas älter ist, kann die Elternschaft oft bewusster genießen.
Wer etwas älter ist, kann die Elternschaft oft bewusster genießen.
Silvia Marks

Statistiken in Industrienationen zeigen, dass Mutti und Vati bei der Geburt der Kinder immer älter werden. Forscher untersuchten dieses Phänomen – und fanden Erstaunliches.

Ältere Eltern sind einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock zufolge zufriedener als jüngere.

Bei Eltern über 34 Jahren wurde ein deutlicher Anstieg der Zufriedenheit vor und im Jahr der Geburt registriert. Dieser Glückszustand blieb auch noch über dem Ausgangsniveau, als die Kinder zehn bis 18 Jahre alt waren.

Soziale und finanzielle Stabilität

Anders bei den Eltern im Alter von 18 bis 22 Jahren. Bei ihnen sinke die Zufriedenheit bereits vor der Geburt des Kindes und steige auch im Jahr der Geburt sowie beim Aufwachsen der Kinder nicht mehr über das Ausgangsniveau hinaus. Dieser Effekt sei auch bei 23- bis 34-Jährigen zu beobachten, allerdings nicht so ausgeprägt. Diese Entwicklung sei bislang mit individuellen Werten oder der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie erklärt worden.

Für die Wissenschaftler aus Rostock und der Universität von Western Ontario (Kanada) gibt es eine weitere Erklärung: „Wer bei anderen beobachtet, dass es die Zufriedenheit steigert, wenn die Familiengründung in eine spätere Lebensphase mit größerer sozialer und finanzieller Sicherheit aufgeschoben wird, könnte sich ähnlich verhalten.“