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Als Berufsstarter auf der Walz

Berufliche Auslandsaufenthalte sind häufig persönliche Bereicherung und Karrieresprungbrett zugleich. Foto: Armin Weigel
Berufliche Auslandsaufenthalte sind häufig persönliche Bereicherung und Karrieresprungbrett zugleich. Foto: Armin Weigel
Armin Weigel

Lehrlinge hatten es bislang oft schwer, das Land zu verlassen. Doch die Unterstützung für sie wächst.

Im Ausland können Köche exotische Rezepte kennenlernen, Friseure neue Schnitttechniken sehen und Kfz-Mechatroniker den Umgang mit anderen Modellen probieren. Das macht immer mehr Auszubildende und junge Berufstätige neugierig. Sie entscheiden sich, den Schritt ins Unbekannte zu wagen und machen ein Praktikum oder einen Teil ihrer Lehre im Ausland.

Oft organisieren Betriebe die Aufenthalte für ihre Mitarbeiter. „Daher sollte man zunächst beim eigenen Ausbildungsbetrieb oder bei der Berufsschule nachfragen“, rät Markus Fels vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Außerdem könnten junge Menschen auf der Homepage der Nationalen Agentur Bildung für Europa suchen.

Unterstützung gibt es auch bei den Beratern an den Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern. Für die jungen Berufstätigen gibt es mittlerweile zahlreiche Programme, etwa in Frankreich, den Niederlanden oder Norwegen. Die Zahl der Jugendlichen, die das macht, hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt, sagt Jacqueline März. Sie leitet beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag die Mobilitätsberatung.

Eines der ältesten Programme für junge Berufstätige ist das Parlamentarische Patenschafts-Programm mit den USA, das es seit 30 Jahren gibt. Eine weitere Möglichkeit ist das europäische Programm Leonardo da Vinci, das Pendant zum Erasmus-Programm der Studenten.