Fachkräftemangel

Lust auf einen Job beim Geheimdienst?

Knapp 1000 Stellen sind beim BND unbesetzt. Besonders Menschen, die gut in Fremdsprachen oder in den Mint-Fächern sind, werden für die Zentrale in Berlin gesucht.
dpa
So sähe der neue Arbeitsplatz im Zentrum von Berlin aus.
So sähe der neue Arbeitsplatz im Zentrum von Berlin aus. Michael Kappeler
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Berlin.

Die deutschen Geheimdienste haben Probleme mit der Besetzung offener Stellen. Beim Bundesnachrichtendienst (BND) waren Ende August fast 970 Planstellen unbesetzt, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf interne Unterlagen des Bundesrechnungshofs berichtet.

Ein Grund sei, dass weniger Mitarbeiter als erwartet bereit gewesen seien, vom bisherigen Standort Pullach bei München in die neue Zentrale des Auslandsgeheimdienstes in Berlin-Mitte umzuziehen. Auch beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sind dem Bericht zufolge aktuell mehr als 1000 Planstellen nicht besetzt. Besonders fehle es an Interessenten mit Fremdsprachenkenntnissen und aus Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).

15.000 neue Stellen für BND und Verfassungsschutz

Die Behörde wolle nun externe Headhunter zur Rekrutierung engagieren. Der BND hatte erst im November eine neue Homepage im Internet freigeschaltet, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Er hat weltweit mehr als 6000 Mitarbeiter.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte nach dem jüngsten Verfassungsschutzbericht 2017 rund 3100 Mitarbeiter. Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern insgesamt 15.000 neue Stellen bekommen.

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