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So haben Sie mit Faulheit Erfolg im Job

Nie mehr im Job tun als Sie müssen und der Chef findet Sie trotzdem toll? Das geht! Hier einige Tipps für die "Faultier"- Karriere.

Entspannt rumhängen und dabei gut aussehen
Ronald Wittek

Um nicht negativ aufzufallen, brauchen Faultiere eine ausgeklügelte Strategie.  In vielen Firmen machen nämlich nicht die Fleißigen Karriere, sondern jene, die ein gutes Image haben. Um ein erfolgreiches Faultier zu sein, müssen Sie sich nur an diese vier Regeln halten:

1. Arbeit abgeben

Um stressfrei durchs Arbeitsleben zu gehen, sind die Bequemen meist exzellente Nein-Sager – eine Verhaltensweise, die vielen Frauen schwerfällt, weiß der Unternehmensberater Raimund Milz aus Hannover. Kommt der Chef kurz vor Feierabend mit einer Kundenanfrage auf sie zu, bleiben erfolgreiche Faulpelze nicht selbst länger im Büro. Sie gehen zum pflichtbewussten Kollegen vom Nebentisch, der im Gegensatz zu ihnen einfach nicht Nein sagen kann, und fragen, ob er ihnen nicht "mal eben»" helfen könne. Schon sind sie die Arbeit los - und können dem Chef am nächsten Tag stolz verkünden, dass die Sache erledigt ist.

2. Gutes Zeitmanagement

Die Faultiere unter den Kollegen nehmen sich häufig die Freiheit heraus, für bestimmte Stunden weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar zu sein. In dieser Zeit arbeiten sie konzentriert - und können so abends früher nach Hause gehen. Dazu sind Faultiere Meister darin, Unwichtiges wegzulassen.

3. Aufs gute Image achten

Faultiere müssen immer pünktlich sein, ein gutes Benehmen und einen aufgeräumten Schreibtisch haben.  Wer diese Kriterien erfüllt, gilt oft schon als kompetent und zuverlässig. Erfolgreich bequem zu sein, erfordere außerdem, sich an die Standards und Regeln des Betriebs zu halten. Das bedeute immer und jederzeit loyal zum Chef zu sein und ihn im Zweifel auch einmal in den Schutz zu nehmen, erklärt Reinker. Wer sich mit dem Chef gut versteht, kann es sich leisten, entspannt zu sein.

4. Bloß kein Perfektionismus!

Eins dürfen bequeme Kollegen ganz sicher nicht sein: Perfektionisten. Faultiere wissen: "In 20 Prozent der Zeit kann ich 80 Prozent der Arbeit ganz ordentlich erledigen. Wenn ich perfekte Arbeit abgeben will, muss ich die restlichen 80 Prozent Zeit auch noch reinbuttern", erklärt Reinker. Oft merke der Chef gar nicht, dass ein Mitarbeiter die Arbeit noch viel besser hätte machen können - sie verzichten deshalb von vorneherein auf Perfektion.