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Was sich aus einem Karriereknick lernen lässt

Bei der Bewerbung um einen neuen Job kommt es darauf an, mit einem Dämpfer souverän umzugehen. Foto: J. Schierenbeck
Bei der Bewerbung um einen neuen Job kommt es darauf an, mit einem Dämpfer souverän umzugehen. Foto: J. Schierenbeck
Jens Schierenbeck

Ob degradiert oder gekündigt: Einen solchen Dämpfer hinzunehmen, fällt Berufstätigen oft nicht leicht, besonders wenn es um einen neuen Job geht.

Wer einen Karriereknick hinnehmen musste, sollte das im Vorstellungsgespräch nicht schönreden oder ausklammern. Über ein solches Thema sollte man offen sprechen und nicht darauf setzen, dass es im Gespräch unter den Tisch fällt, rät der Karriereberater Henryk Lüderitz. Denn es kommt vor allem darauf an, zu zeigen, dass man mit der Niederlage souverän umgehen kann.

Vor einer Bewerbung sollten Berufstätige außerdem die Gründe für den Dämpfer herausfinden. „Man muss sein eigenes Verhalten hinterfragen und der Sache auf den Grund gehen“, sagt Lüderitz. „Denn wenn so etwas passiert, dann gibt es einen Grund dafür.“

Nicht schlecht über Ex-Arbeitgeber reden

Ist jemand auf der Karriereleiter bislang nicht vorangekommen, kann das an fehlenden Kompetenzen liegen. Das sollte man selbstkritisch erkennen und entweder daran arbeiten oder sich einen besser passenden Job suchen. „Wenn man einen Karriereknick als Entwicklungsstufe sieht, ist schon viel erreicht“, sagt Lüderitz.

Wer etwa ein Projekt in den Sand gesetzt hat, sollte erklären können, was er daraus gelernt hat. „Chefs erwarten, dass man sich mit Fehlern auseinandersetzt.“ Ein Dämpfer in Form einer Kündigung kann natürlich auch am Unternehmen liegen – etwa wenn die Position, die man besetzt hat, aus unternehmenspolitischen Gründen gestrichen wird. Auch das kann man im Vorstellungsgespräch erklären, wenn man dabei nüchtern bleibt und nicht schlecht über den bisherigen Arbeitgeber redet. Außerdem sollte man keine lange Geschichte erzählen, sondern sich kurzfassen. Denn der zukünftige Arbeitgeber will eher erfahren, was derjenige aus einem Problem macht – und nicht, was mal passiert ist.